Weniger Delikte

Straubing wird sicherer: Polizei legt Kriminalitätsbericht 2021 vor

13.05.2022 | Stand 13.05.2022, 9:16 Uhr

Teilnehmer v.l.n.r. Johannes Burgmayer, Referent des Oberbürgermeisters, Dr. Rosa Strohmeier, Leitung des Referats 2 für Ordnung, Soziales und Integration, Oberbürgermeister Markus Pannermayr, PP Manfred Jahn, Carolin Ippisch, Leitung des Ordnungsamts, PVP Manfred Gigler, PD Josef Eckl, Alfons Bielmaier, Abteilungsleitung Kfz-Zulassungsstelle, LKD Paul Mader. −Foto: Stadt Straubing

Die Kriminalität in der Stadt Straubing ist rückläufig. Das geht aus em Sicherheitsbericht 2021 des Polizeipräsidiums Niederbayern hervor, den Polizeipräsident Manfred Jahn an Oberbürgermeister Markus Pannermayr überreichte.



Erneut registrierte die Polizei für die Stadt Straubing einen Rückgang der Gesamtkriminalität von 3.202 (2020) auf 3.113 (2021) Delikte. Polizeipräsident Jahn machte deutlich, dass die Corona-Pandemie auch 2021 Auswirkungen auf die Kriminalität hatte. Es ist davon auszugehen, dass durch die Pandemie bedingten Einschränkungen auch Tatgelegenheiten weggefallen sind. Die Aufhebung dieser Einschränkungen könnte sich möglicherweise auch wieder in steigenden Deliktszahlen in diesem Jahr bemerkbar machen.

Der Rückgang bei der Gesamtkriminalität spiegelt sich auch in der sogenannten Häufigkeitszahl (HZ) für die Stadt Straubing wider. Die Häufigkeitszahl ist ein wichtiger Index für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung. Sie ergibt sich aus den im Berichtsjahr erfassten Straftaten – gerechnet auf 100.000 Einwohner. Für die Stadt Straubing beträgt die HZ für das vergangene Jahr 6538; dies entspricht einem Rückgang um 162 Straftaten (- 2,4 Prozent) im Vergleich zu 2020.
Die Aufklärungsquote konnte im vergangenen Jahr von 68,6 Prozent auf 70,1Prozent gesteigert werden und liegt damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66,9 Prozent.

Mehr Gewaltdelikte

Im vergangenen Jahr war im Bereich der Gewaltkriminalität ein Anstieg von 125 (2020) auf 142 Fälle zu verzeichnen. Bei der Gewaltkriminalität werden unter anderem sämtliche Straftaten gegen das Leben oder die körperliche Unversehrtheit erfasst.

Im Bereich der Straßen- und Diebstahlskriminalität haben sich die Fallzahlen positiv entwickelt. Bei der Straßenkriminalität war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 148 Fälle auf 528 Straftaten zu verzeichnen. Die sog. Straßenkriminalität umfasst Delikte, die ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen begangen werden.
Die Diebstähle sind im Vergleich zu 2020 (1.085) auf 838 Fälle in 2021 zurückgegangen (- 21,8 Prozent). Damit liegen die Fallzahlen bei der Straßen- und Diebstahlskriminalität jeweils auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.



Weniger Wohnungseinbrüche

Bei den Wohnungseinbrüchen war ein erneuter Rückgang von 11 (2020) auf 10 Fälle im vergangenen Jahr festzustellen.
Die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität wird sowohl im repressiven als auch im präventiven Bereich weiterhin eine hohe Priorität unserer täglichen Arbeit sein, so Polizeipräsident Manfred Jahn.

Die Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind im vergangenen Jahr um 23,9 Prozent von 310 auf 384 Fälle gestiegen. Die Rauschgiftkriminalität umfasst dabei fast ausschließlich Delikte, die durch polizeiliche Ermittlungen erst aufgedeckt werden. Deshalb bringt dieser Deliktsbereich einen Zusammenhang zwischen statistischem Fallaufkommen und erfolgreicher Intervention der Polizei zum Ausdruck.

Verkehrsunfallstatistik

Neben der Kriminalitätslage wurde bei dem Sicherheitsgespräch in Straubing auch die Verkehrsunfallstatistik reflektiert. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 1.419 (+0,78%) Unfälle erhöht. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen hat zugenommen. Registrierte man im Stadtgebiet Straubing im Jahr 2020 noch 233 Verletzte so waren es im vergangenen Jahr 251 verletzte Personen.

Hauptunfallursachen Alkohol und Geschwindigkeit
Letztes Jahr verstarb, wie 2020, ein Verkehrsteilnehmer an den Folgen eines Verkehrsunfalles. Die Unfallzahlen im Bereich der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Alkohol sind dieses Jahr im Vergleich zu 2020 angestiegen beziehungsweise blieben unverändert. Im vergangenen Jahr haben sich, wie 2020, insgesamt 21 Geschwindigkeitsunfälle ereignet. Allerdings stieg die Anzahl der Alkoholunfälle von 18 (2020) auf 26 im vergangenen Jahr.

In Anlehnung an das neue Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil – Sicher ans Ziel“ wird das Polizeipräsidium Niederbayern auch heuer wieder verstärkt Kontrollen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen durchführen. Dies wird für unsere Kolleginnen und Kollegen auch in diesem Jahr zu den Hauptaufgaben im Verkehrsbereich gehören“, so Polizeipräsident Jahn.



Sicherheitsniveau nachhaltig stärken


Polizeipräsident Manfred Jahn betonte im Rahmen des Sicherheitsgespräches, dass im Jahr 2022 neben der Gewährleistung der objektiven Sicherheitslage und der Verkehrssicherheit insbesondere die Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung eine zentrale Aufgabe der Polizei einnehmen werde: „Die Polizei Niederbayern will das erreichte Sicherheitsniveau nachhaltig stärken und damit einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass die Stadt Straubing weiterhin als qualitativ hochwertige Heimatregion wahrgenommen werden kann. Eine gute objektive Sicherheitslage und damit einhergehend ein gutes Sicherheitsgefühl sind auch ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Region“, so der niederbayerische Polizeipräsident.

Abschließend bedankte sich der Polizeipräsident im Namen aller Polizeibeschäftigten für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Straubing.

„Die vorliegenden statistischen Daten sind insgesamt sehr erfreulich. Ein positives Sicherheitsgefühl ist auch nach meiner Einschätzung für die Menschen in unserer Heimat sehr wichtig. Man sollte dabei aber nie vergessen, dass der Einsatz für die Sicherheit eine sehr komplexe und fordernde Aufgabenstellung ist. Daher möchte ich unserer Polizei aus Überzeugung für das hervorragende Engagement und die sehr enge Zusammenarbeit mit der Stadt danken. In besonderer Weise begrüße ich auch die präventiven Maßnahmen“, so Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr.

− red