Inzidenz sinkt

So viele Corona-Patienten liegen auf den Intensivstationen

Covid-19-Erkrankte belegen bayernweit 23,3 Prozent der Betten

04.05.2021 | Stand 04.05.2021, 8:00 Uhr

−Symbolbild: dpa





Von Severin Höplinger

Die 7-Tage-Inzidenz in Bayern sinkt. Die Zahl der besetzten Intensivbetten bleibt jedoch weiterhin hoch.



(Eine interaktive Übersicht mit allen Landkreisen in Bayern finden Sie am Ende des Berichts)



Nur 419 von 3368 betreibbaren Intensivbetten in Bayern sind frei – das entspricht einer Auslastung von 87,6 Prozent. Laut einer Studie der LMU München vom 30. April steigt der Anteil von Covid-19-Patienten an den belegten Intensivbetten. Wie viele der Betten sie einnehmen, hat die PNP in einer Übersicht zusammengestellt. Sämtliche Zahlen gehen aus dem Verzeichnis der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom 3. Mai hervor. Bei den Zahlen ist zu beachten, dass es sich bei den Patienten nicht nur um Menschen aus dem jeweiligen Landkreis handelt. Teils werden Patienten innerhalb Bayerns verlegt, um eine Überbelastung einzelner Landkreise zu verhindern.



In Bayern derzeit 785 Corona-Patienten auf der Intensivstation



In Bayern befinden sich 785 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Damit machen sie bayernweit 23,3 Prozent aller belegten Intensivbetten aus. 458 der Corona-Patienten werden invasiv beatmet. Bundesweit liegt Bayern somit an fünfter Stelle. In Thüringen machen Covid-19 Patienten 27,3 Prozent der besetzten Intensivbetten aus. Darauf folgen Berlin (27,1 Prozent), Sachsen (26,8 Prozent) und Baden-Württemberg (25,6 Prozent).



In der Stadt Passau sind 26 der 33 verfügbaren Intensivbetten belegt. Sechs davon sind Covid-19-Patienten, was 18,2 Prozent entspricht. Drei davon werden invasiv beatmet. Im Landkreis Passau werden 21,4 Prozent der Intensivbetten zur medizinische Versorgung von Corona-Patienten benutzt. In Traunstein belegen Covid-Patienten 17,8 Prozent der Intensivbetten, in Altötting 26,3 Prozent und in Regen sind es 23,1 Prozent der Intensivbetten; im Landkreis Rottal-Inn 37,5 Prozent. In Deggendorf sind es 26,3 Prozent.



In sieben Landkreisen in Bayern machen Patienten mit einer Coronainfektion mindestens 50 Prozent aller belegten Intensivbetten aus. Zu den Spitzenreitern gehört Straubing-Bogen mit 83,9 Prozent.

Landshut, Kelheim und Dingolfing-Landau (18,2 Prozent) verfügen aktuell über keine freien Intensivbetten mehr. Im Notfall könnten in Bayern innerhalb von sieben Tagen 983 zusätzliche Intensivbetten geschaffen werden.