Auszeichnung bis 2022 verteidigt

„Saubere Hände in Gold“ für das Straubinger Klinikum

27.03.2021 | Stand 27.03.2021, 18:25 Uhr

„Händehygiene ist der einfachste und zugleich der effektivste Weg, Übertragungen von Keimen von Mensch zu Mensch zu verhindern“. Foto: 123rf.com

Das Klinikum Straubing trägt weiter Gold. Es hat erneut für zwei Jahre bis 2022 das Zertifikat Gold der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ erhalten. Damit ist es eines von insgesamt 13 Gold-Krankenhäusern in Bayern. Händehygiene gilt als wirksamste Waffe gegen die Übertragung von Krankheitserregern. Patienten gibt das Siegel Sicherheit.

Von sms/pm

Straubing. Um das höchste Händehygiene-Niveau zu verteidigen, mussten die Anstrengungen konsequent weiterverfolgt werden. Dank gebühre allen Beteiligten, hier insbesondere den Pflegekräften und Ärzten, für ihre Disziplin und ihr Engagement, betonen die drei Hygienefachkräfte am Klinikum Straubing Claudia Hilmer, Christian Jobst und Gerlinde Laßkorn sowie Dr. Franz Stierstorfer, Facharzt für Infektiologie und Krankenhaushygiene. Die Auszeichnung gilt für die Jahre 2021 und 2022. Sie wurde dem Klinikum vom Berliner Institut für Hygiene und Umweltmedizin verliehen.

Für das Gold-Siegel waren verschiedene Kriterien zu erfüllen. Datenerhebungen zur Händehygiene wie der Desinfektionsmittelverbrauch im Klinikum Straubing und Beobachtungen zur Compliance, also der Bereitschaft zum Mitmachen, waren ebenso nötig wie eine Vielzahl organisatorischer Voraussetzungen. Verschiedene Gremien habe man etabliert und regelmäßige Sitzungen zum Thema abgehalten, berichtet das Hygieneteam. Hinzu kommt die Ausstattung mit ausreichend Händedesinfektionsmittel-Spendern, die im Sinne der Verfügbarkeit Basis der „Aktion Saubere Hände“ ist.

Aufgrund der laufenden Verbesserungen aller teilnehmenden Kliniken seien auch die Ansprüche an das Siegel gestiegen. „Die Schwierigkeit ist es, trotz ständig höher angesetzter Vergleichswerte den Standard zu halten,“ stellt das Hygieneteam heraus. Um im Vergleich mit den anderen Häusern weiter führend zu sein, müsse in allen Bereichen der schon sehr hohe Standard gehalten oder sogar verbessert werden.

„Händehygiene ist der einfachste und zugleich der effektivste Weg, Übertragungen von Keimen von Mensch zu Mensch zu verhindern“, bekräftigt das Hygieneteam. Die gründliche Händehygiene gehöre zur Basishygiene. Sie bilde das Fundament, auf dem dann alle Maßnahmen der hochqualitativen Medizin und Pflege aufbauen. Deshalb sei es so wichtig, dass die Basis stimme. Da Händehygiene überall möglich sei, ziele das Gold-Siegel auch darauf ab, Patienten in die Händehygiene einzubeziehen sowie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema zu lenken.

Die Goldene Hand zeige Patienten und Besuchern, dass das Klinikum Straubing ein großes Maß an Energie und Zeit in das Thema Hygiene investiere, hebt das Hygieneteam hervor. Daraus resultiere ein hoher Grad an Patientensicherheit. Von den knapp 2000 Kliniken in Deutschland dürfen 80 Stück die Goldene Hand tragen. Das Klinikum Straubing beteiligt sich bereits seit 2009 an der „Aktion Saubere Hände“