Ausgezeichnete Architektur

Preisgericht prämiert die besten Wettbewerbsbeiträge für den Neubau einer Studentenwohnanlage in Straubing

19.02.2021 | Stand 19.02.2021, 15:51 Uhr

Siegerentwurf des Architekturbüros gruber locher architekten zt gmbh aus Bregenz. Foto: Pfab, Rothmeier Architekten, Regensburg

Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz errichtet eine neue Wohnanlage für die Studierenden des TUM Camus Straubing. Im Baugebiet Stutzwinkel soll ein Neubau mit circa 85 Wohneinheiten entstehen.

Straubing. Am 28. Januar1 fand zum Abschluss eines europaweiten Architekturwettbewerbs die Preisgerichtssitzung statt. In einem vorgeschalteten Auswahlverfahren wurden aus 62 Bewerbungen 15 Architekturbüros ausgewählt. Das Preisgericht prämierte nun die vier besten Wettbewerbsbeiträge.

Zusammensetzung des Preisgerichts

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Preisgerichtssitzung nicht wie geplant in den Räumlichkeiten des TUM Campus Straubing stattfinden. Stattdessen wurde sie als Hybrid-Veranstaltung online und in Präsenz in der Mensa an der Universität Regensburg durchgeführt:

Sitzungsleiter war der Vorsitzende des Preisgerichts Prof. Dr. Thomas Hammer (Architekt, München). Als weitere Fachpreisrichter waren beteiligt: Wolfgang Bach (Architekt/Stadtplaner, Bau- und Planungsreferent, Stadt Straubing), Peter Brückner (Architekt, Tirschenreuth), Gottfried Weiß (Architekt, Ministerialrat im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, München), Jana Hiller (Architektin, Bauoberrätin im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, München), Marko Kreyßig (Architekt, Amtsleitung Hochbau, Stadt Straubing) und Dr Matthias Kroitzsch (Landschaftsarchitekt, Gröbenzell). Als Sachpreisrichter wirkten mit: Oberbürgermeister der Stadt Straubing Markus Pannermayr, Prof. Dr. Anja Faße (TUM Campus Straubing) sowie Gerlinde Frammelsberger und Manfred Albrecht vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz. Als sachverständige Berater waren beteiligt: Erwin Hahn (Architekt, Amtsleiter Bauordnung, Stadt Straubing) und Umberto Pigalotta (Architekt/Stadtplaner, Stadtentwicklung, Stadt Straubing).

Auswahl der vier besten Einsendungen

Aus 15 Wettbewerbsbeiträgen wählte das Preisgericht die vier besten Einsendungen aus: Den ersten Preis gewann das Architekturbüro gruber locher architekten zt gmbh aus Bregenz in Österreich. Im Urteil des Preisgerichts heißt es über den Beitrag: „Die Verfasser gliedern ihre Anlage in zwei parallele Riegel, die einen Zwischenbereich für Erschließung und lebendige Kommunikation um offene Innenhöfe organisieren. Das studentische Wohnen, welches konsequent durch die Addition identischer Wohnzellen geprägt ist, wird bereichert durch das soziale Zusammenleben im „Zwischenbereich“. Insgesamt wirkt die Eingrünung des Baukörpers mit Hochstämmen sehr großzügig und fügt die Anlage in die angrenzenden parkartigen Nutzungen ein. Die gewählte Modulbauweise unterstützt die fast ausschließliche Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen. Die vorwiegende Verwendung von Holz rundet das ökologische Konzept ab. Das Energiekonzept ist nachhaltig aufgebaut und überzeugt. Insgesamt handelt es sich um eine Arbeit, welche die gestellte Aufgabe einer zeitgemäßen Studentenwohnanlage kreativ interpretiert und qualitätvolle, atmosphärische Innen- und Außenräume für Bewohner und Anwohner ermöglicht.“ Den zweiten Preis erhielt das Architekturbüro MOZIA Monari + Zitelli Architekten aus Berlin mit den Landschaftsarchitekten Lysann Schmidt + fabulism GbR für ihre Arbeit, welche laut Preisgericht unterschiedliche räumliche Konzeptionen anbiete, kommunikative und kreative Zwischenzonen fördere und den Bewohnern eine identitätsstiftende Heimat auf Zeit biete. Die weiteren Preise drei und vier gingen jeweils an das Architekturbüro MGF Architekten GmbH aus Stuttgart und an das Architekturbüro Felix + Jonas Architekten GmbH aus München.

Virtuelle Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Wettbewerbsausstellung nicht wie ursprünglich geplant vor Ort in Straubing stattfinden. Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz veröffentlicht die Wettbewerbsarbeiten nun aber in einer Online-Ausstellung: Vom 11. Februar bis 31.0 März kann die interessierte Öffentlichkeit die am Architekturwettbewerb eingereichten Wettbewerbsbeiträge unter www.stwno.de besichtigen. Auf diese Weise können sich aktuelle oder angehende Studierende bereits vor dem ersten Spatenstich einen Eindruck über ihr neues Zuhause machen.