Straubing

Neue Gründung spielt tragende Rolle beim Rathauswiederaufbau

24.11.2021 | Stand 24.11.2021, 11:11 Uhr

Der Wiederaufbau des Straubinger Rathauses schreitet voran.

Die ZÜBLIN-Direktion erhält eine tragende Rolle beim Wiederaufbau des historischen Straubinger Rathauses im Herzen der Stadt: Nach dem ersten Teilauftrag im Sommer hat die Ed. Züblin AG von der Stadt Straubing nun auch den Zuschlag für Los 2 der Baumeister-Arbeiten an dem statisch hochkomplexen Bauvorhaben erhalten.

Das Volumen beider Teilaufträge summiert sich auf insgesamt 3,2 Mio. €. Das Projekt-Team des ZÜBLIN-Gruppe Straubing übernimmt damit alle bisher ausgeschriebenen Rohbau-Arbeiten – von der kompletten Erneuerung der Gebäude-Gründung bis zum Neu- bzw. Umbau von zwei Treppenhäusern.

Der teils mehr als 600 Jahre alte, vierteilige Gebäude-Komplex war durch einen Brand vor fünf Jahren stark beschädigt worden und soll nun mit seiner denkmalgeschützten, neogotischen Fassade von 1893 äußerlich im gewohnten Erscheinungsbild wiederhergestellt, von innen aber nach modernen Standards weitreichend umgebaut werden. Neben einem zusätzlichen Treppenhaus mit Aufzug und einem Foyer erhält das Rathaus ein weiteres, drittes Stockwerk durch den Ausbau des bisher ungenutzten Dachgeschosses für den Sitzungssaal des Stadtrates.

Die Planung und Koordination des Gesamtprojekts hat die Stadt Straubing in die Hände des renommierten Architekturbüros Hild und K gelegt; alle Gewerke werden im weiteren Bauverlauf sukzessive einzeln ausgeschrieben. Begleitend zu den Erdarbeiten laufen archäologische Untersuchungen auf dem historischen Baugrund, die den Rohbau-Arbeiten vorgelagert sind.

Tragfähigkeit der Gründung muss verstärkt werden


„Die Baumeister-Arbeiten für dieses ambitionierte Bauvorhaben bergen einige Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen“, erklärt Technischer Leiter Eduard Holzapfel. Die nötigen Verbesserungen der Gebäudestatik stellen das Projektteam im Baumeister-Los 1 vor eine komplexe Aufgabe: Zusätzliche Lasten durch die geplante Aufstockung und den neuen Innenausbau samt technischer Gebäudeausrüstung erfordern eine umfassende Ertüchtigung der Gründung des Rathauses. Die Bodenplatten werden komplett erneuert und die historischen Ziegel- und Bruchsteinfundamente der Wände mit Betonunterfangungen verstärkt. Zudem erhält das Rathaus im Fundamentbereich zusätzliche Pfahlkopfbalken aus Stahlbeton, die durch Einbindung in die bestehenden Wandpfeiler die Lasten aus den oberen Geschossen in die Spezialgründung aus Mikropfählen umlagern.

Los 2 umfasst zum einen die Errichtung eines neuen Treppenhauskerns mit Aufzug, der umfangreiche Abbruch- und Sicherungsmaßnahmen vorausgehen. Zum anderen geht es um die Aufstockung des denkmalgeschützten Sandstein-Treppenhauses – eine anspruchsvolle Feinarbeit, bei der es gilt, die historische Struktur mit passenden Schalungen und Stahlbeton originalgetreu nachzubilden.