Weniger Impfwillige

Hunderte freie Termine in Straubing: Das passiert mit den Impfdosen

09.07.2021 | Stand 09.07.2021, 11:28 Uhr

−Symbolbild: dpa

Von Lukas Zehendner

Impfungen sind der große Hoffnungsträger in Sachen Corona-Bekämpfung. Lange Zeit war der Impfstoff knapp. Jetzt gibt es mehr als benötigt.

Vor allem in Straubing-Bogen kämpft man derzeit mit dieser Situation. „Die Zahl der Impfwilligen nimmt ab“, berichtet Landratsamtssprecher Tobias Welck auf PNP-Anfrage. Um ein wenig Überzeugungshilfe zu leisten, verschickte man bereits an alle im Impfportal angemeldeten Personen Einladungslinks für die kreisfreie Stadt und den Landkreis. Mit bisher überschaubarem Erfolg. Stand Montagmorgen waren insgesamt 829 Erstimpftermine für die gesamte Woche frei. Am Donnerstag waren es Stand 9 Uhr 112 freie Termine.



Wird übriggebliebener Impfstoff weggeworfen?

„Der Impfstoff ist mit entsprechender Kühlung und Lagerung mehrere Wochen bis Monate haltbar“, sagt Welck. Entsprechend würden Impfdosen frühestens Ende Juli verfallen. Sollte tatsächlich Impfstoff übrig bleiben, müsse man dies in Sachen Planung für die kommenden Wochen berücksichtigen. Entsprechend werde weniger Impfstoff abgenommen, um die Lagerhaltung nicht zu groß werden zu lassen. „Weggeworfen wird nichts“, so der Landratsamtssprecher. Zweitimpfungen vorziehen werde man nicht, da der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung durch die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission vorgegeben sei.

180-Grad-Wende im Landkreis Landshut

Impfnachschub erhielt man mittlerweile auch wieder im Landkreis Landshut. Aber auch blieben die Bürger zunächst aus, wie die Mitarbeiter des Landkreis-Impfzentrums feststellten. Seit Samstag jedoch die 180-Grad-Wende: die Telefonleitungen glühen, wie Landratsamtssprecher Elmar Stöttner auf PNP-Nachfrage mitteilt. „Die Menschen rennen uns die Bude ein, seitdem sie wissen, dass es Impfstoff gibt.“ Aus seiner Sicht seien die Bürger anfangs enttäuscht gewesen, dass kein Impfstoff dagewesen war.

Von einer Impfmüdigkeit würde Stöttner aber nicht sprechen. „Die große breite Masse möchte sich impfen lassen, was sich ja seit Samstag bestätigt“, so der Sprecher.