Straubinger Volksfest 2022
Historischer Bereich am Gäubodenvolksfest: Eine Zeitreise in die Vergangenheit

20.08.2022 | Stand 22.09.2023, 6:37 Uhr

Entspannter aber nicht weniger unterhaltsam gestaltet sich der Besuch des historischen Bereichs. −Foto: Bernhard

Nostalgie wird groß geschrieben beim diesjährigen Gäubodenvolksfest in Straubing. Bayerns zweitgrößtes Volksfest dreht noch bis Montag auf rund 8000 Quadratmetern die Zeit zurück.



Eine Fahrt auf einer mehr als 80 Jahre alten original erhaltenen Berg- und Talbahn genießen, ein mehr als sieben Jahrzehnte altes gläsernes Lachkabinett entdecken, auf einer Holzrennstrecke wie ein Rennfahrer in der Mitte des letzten Jahrhunderts seine Runden drehen oder auf einer über 130 Jahre alten Hexenschaukel Platz nehmen: Das Straubinger Gäubodenvolksfest erweckt in diesem Jahr wieder Volksfestgeschichte zum Leben.

Ein 8000 Quadratmeter großer historischer Bereich mit einem Nostalgie-Festzelt, Fahrgeschäften und kulinarischen Köstlichkeiten der guten alten Zeit weckt Erinnerungen und begeistert Jung und Alt. Seit seiner Premiere zum 200. Geburtstag des Gäubodenvolksfests vor zehn Jahren ist diese gemütlich-zünftige „Erlebnis-Zeitreise“ in die Volksfest-Historie fester Bestandteil des Straubinger Mega-Events.

Von der „Fahrt ins Paradies“ bis zur „Rallye Monte Carlo“

Die „Hexenschaukel“, deren Volksfestgeschichte mehr als 130 Jahre bis ins Jahr 1894 zurückreicht, kommt ganz ohne Anschnallpflicht und Überschlag aus: Die Bank, auf der die Schaukelgäste sitzen, bewegt sich nur minimal. Wände und Decke um die Besucher allerdings drehen sich weiter. So entsteht das Gefühl, die Mitfahrer würden schaukeln und sich sogar überschlagen.

Die Fahrgeschäfte bieten viele Möglichkeiten, um in die Vergangenheit einzutauchen, zum Beispiel bei einer „Fahrt ins Paradies“ in einer liebevoll restaurierten Berg- und Talbahn von 1939 oder bei einer Runde im nostaglischen Pferdekarussell „Schleifer"s Carouselle“. Besucher genießen auch das ganz besondere Renngefühl bei der Mitfahrt in der „Rallye Monte Carlo“: einem rasanten Fahrspaß mit schnellen Go-Karts auf einer 150 Meter langen Holzrennstrecke.

Auch der „Märchenlandexpress“, die älteste transportable Kindereisenbahn, wird in diesem Jahr wieder mit echtem Dampf über die Gleise rattern. Eine „Wahrsagerin“ bietet in ihrem roten Wagen mit samtigem Ambiente den Blick in die Zukunft durch Kartenlegen und Handlesen. Der „Kristall Palast“ und der Volksfestklassiker „Fröschespringen“ sind weitere geschichtsträchtige Blickfänge in diesem Jahr.

Einzige vollmechanische Schießbude Europas

Ein Unikat ist das „Schifferl-Schießen“ aus dem Jahre 1965: Es ist die einzige vollmechanische Schießbude Europas, die einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb vorweisen kann, da auf keinerlei Röhrchen oder Ähnliches geschossen wird. Am Zuckerwaren-Stand können Besucher die handgemachte Bonbonherstellung mit im Original erhaltenen alten Geräten und Werkzeugen beobachten. Echte Schausteller-Raritäten wie nostalgische Zugmaschinen und Schaustellerorgeln runden den einmaligen Volksfestspaß wie in der „guten alten Zeit“ ab.

Unstrittiges Zentrum des historischen Volksfestvergnügens ist das Zelt „Nr. 7“. Es setzt ganz auf das authentisch-schnörkellose Flair vergangener Jahre. Als besonderes Schmankerl dreht sich ein Ochs am Spieß. Das Unterhaltungsprogramm besteht im Wesentlichen aus Blasmusik, Gstanzl-Singen, Volkstanz und aus volkstümlichem Kabarett. Geselliges Beisammensein in urig-gemütlicher Atmosphäre steht hier im Vordergrund.

− sw