Zwei kleine Panda

„Dim“ und „Bao“ sind jetzt Straubinger

22.04.2021 | Stand 22.04.2021, 15:17 Uhr

Dim und ihr Bruder Bao sind seit Freitag im Straubinger Tiergarten. Foto: Tiergarten Straubing

Der Straubinger Tiergarten freut sich über zwei Neuzugänge. Am Freitag sind die beiden kleinen kleinen Panda „Dim“ und Bao„ eingezogen.

Von sms/pm

Wie sicherlich einige schon mitbekommen haben, sind bereits Mitte Oktober 2020 die Straubinger Weißkehlmeerkatzen in den Zoo und Safaripark Borysew in Polen gebracht worden. Dort wurden die letzten sechs Weißkehlmeerkatzen Europas zusammengeführt. Die bis dahin in Kleingruppen gehaltenen Tiere können dort wieder in einer größeren Gruppe gepflegt werden, so wie es ihrer Natur entspricht.
In der Folge wurde das nun leere Gehege renoviert und frisch eingerichtet: neue Baumstämme und Laufstraßen wurden installiert, verschiedene Ebenen zum Laufen und Schlafen angebracht, die Hausmauer mit Bambus verkleidet, Schlafboxen gebaut, der Innenraum mit Malereien verziert.
Am vergangenen Freitag war es schließlich soweit: Zwei Rote Pandas bezogen das frisch renovierte Gehege der Weißkehlmeerkatzen! Die zwei Weibchen sind Geschwister und wurden vor knapp sechs Jahren im Zoo Kopenhagen geboren. Ihre Namen „Dim“ und „Bao“ weisen bereits auf das natürliche Verbreitungsgebiet der Roten Pandas hin: Ursprünglich ist diese Tierart im südöstlichen Himalaya und den östlich daran angrenzenden Gebirgen beheimatet. Dort zählt sie allerdings mittlerweile zu den stark gefährdeten Arten, weswegen die Roten Pandas in Europa auch durch ein Zuchtbuch koordiniert werden. Der Gründe für ihre starke Gefährdung sind vor allen Dingen die Zerschneidung ihres Lebensraums durch den Straßenbau, aber auch das Ausmaß der Wilderei und auch der illegale Heimtierhandel.
Die auch „Kleiner Panda“, „Katzenbär“ oder engl. „Firefox“ genannten nachtaktiven Tiere sind erklärte Bambusfresser – aus diesem Grund wurden bereits vor vielen Jahren zahlreiche Bambusstauden auf dem Gelände des Tiergartens angepflanzt, um den Kleinen Pandas jederzeit ihre Lieblingsnahrung anbieten zu können.
Bao leidet seit ihrer Geburt an einer fortschreitenden, unheilbaren Augenerkrankung, die wahrscheinlich langfristig zu ihrer vollständigen Erblindung führen wird. Dank eingeübter Wege, ihrer Nase und den Tasthaaren wird sie sich dann auch blind im Gehege zurechtfinden können. Unsere Tierpfleger werden zudem alles in ihrer Macht Stehende tun, ihr das Leben so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten.