Energieeffiziente Heizanlagen:

CO2-Steuer und Förderungen treiben Ausbau voran

19.04.2021 | Stand 19.04.2021, 10:45 Uhr

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Seit dem ersten Januar diesen Jahres kommen Öl- und Gasheizungen Immobilienbesitzer teuer zu stehen.

Die Bundesregierung verlangt für fossile Brennstoffe pro Tonne CO2-Emission seither Abgaben von 25 Euro. Trotz Demos gegen die neue Abgas-Steuer hält der Staat an der Abgabe fest. In den kommenden Jahren wird die Steuer zugunsten der Energiewende sogar noch steigen. Immobilienbesitzer sollen damit zum Umdenken bewegt werden. Zur selben Zeit sollen Förderungsmöglichkeiten für Systeme wie Wärmepumpen den Umstieg auf grünes Heizen noch attraktiver gestalten.

Ziele der CO2-Abgabe
Anders als erhofft, hat der Stillstand während der Corona-Krise kaum Auswirkungen auf den Klimawandel. Im Kampf gegen die globale Erwärmung will Deutschland den CO2-Ausstoß verglichen mit dem Jahr 1990 bis 2050 um 80 bis 95 Prozent senken. Um dieses Ziel des Klimaplans zu erreichen, verteuert der Staat die Emissionen durch eine CO2-Abgabe für fossile Energieträger. Das Klimapaket hat auch die künftige Entwicklung der CO2-Preise festgelegt. Derzeit fallen pro Tonne CO2 noch 25 Euro an. In den kommenden Jahren ist die schrittweise Erhöhung der Abgabe bis auf 55 Euro geplant. Im Detail wird die CO2-Steuer

- 2022 auf 30 Euro pro Tonne steigen.
- 2023 35 Euro pro Tonne betragen.
- 2024 bei 45 Euro pro Tonne liegen.
- 2025 55 Euro pro Tonne ausmachen.
- ab 2026 abhängig von den Jahresemissionen ansteigen.


Klimaschädliches Verhalten wird demnach immer teurer. Klimaschonende Verhaltensweisen sollen hingegen belohnt werden. Zum Beispiel mit Förderungen für alternative Systeme. Angesichts der Fördermöglichkeiten und stetig steigender Kosten für Öl- und Gasheizungen lohnt der Umstieg auf umweltfreundliche Heizanlagen wie Luft-Wasser-Wärmepumpen seit diesem Jahr umso mehr. Allerdings hat die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude die Regelungen für Wärmepumpen in Wohngebäuden verändert. Bezuschusst werden nur noch Sanierungen. Für Neubauten stehen Kredite zur Verfügung.

BEG mit neuen Konditionen
Unter der Bundesförderung für effiziente Gebäude laufen Programme der KfW und des BAFA. Obwohl sich an deren ursprünglichen Fördersätzen nichts verändert hat, ändern sich 2021 die Förderbedingungen. Insgesamt besteht die BEG aus drei Säulen. Neben Förderungen für Systemmaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden gibt es Zuschüsse für Einzelmaßnahmen. Wärmepumpen wurden bisher als Einzelmaßnahmen in Neu- und Altbauten bezuschusst. Seit 2021 werden Zuschüsse nur noch für Heizungsmodernisierungen bewilligt. Wer sich im Neubau für die Systeme entscheidet, profitiert zumindest noch immer von zinsgünstigen KfW-Krediten.

BAFA-Förderungen für den Heizungsaustausch
Heizungsmodernisierungen mit Wärmepumpen werden von der BAFA als BEG-Einzelmaßnahme seit diesem Jahr in Bestandsgebäuden gefördert. Der Zuschuss beträgt bis zu 35 Prozent der Gesamtanschaffungskosten. Beim Austausch eines Ölheizungskessels sind sogar 45 Prozent vorgesehen. Kombiniert man die Modernisierung mit einer Gebäudeenergieberatung und einem individuellen Sanierungsfahrplan, steigt der Zuschuss um fünf Prozent. Bisher waren austauschpflichtige Heizungen von den Zuschüssen ausgenommen. Seit Anfang des Jahres gilt das Programm auch für sie.