Müllwerker bemerkt Rauch

Rettungseinsatz wegen falscher Abfalltrennung

25.05.2021 | Stand 25.05.2021, 15:10 Uhr

Glimpflich ausgegangen: Ein Gelber Sack, der offensichtlich falsch befüllt war, verursachte eine schwarze Rauchwolke in einem Sammelfahrzeug und hat zu einem vermeidbaren Einsatz der Rettungskräfte geführt. −Stadt Landshut

Ein offensichtlich falsch befüllter Gelber Sack hat in Landshut zu einem vermeidbaren Einsatz der Rettungskräfte geführt. Die Stadt weist aus aktuellem Anlass auf die richtige Abfalltrennung hin.



Der Zwischenfall ereignete sich bei der Sammlung der Gelben Säcke. Ein Müllwerker sah eine schwarze Rauchwolke aus dem Sammelfahrzeug aufsteigen. Zusammen mit dem Fahrer alarmierte er die Rettungskräfte. Das Fahrzeug wurde geleert, ein Brand konnte jedoch nicht festgestellt werden. Ausgelöst hatten die Rauchentwicklung laut Stadt offensichtlich entsorgte Druckerkartuschen oder Asche. Mit der richtigen Befüllung der Gelben Säcke wäre dieser Rettungseinsatz vermeidbar gewesen.

In die Gelben Säcke dürfen nur restentleerte Verpackungen gesammelt werden. Andere Abfälle sind extrem störend, weil sie in der Sortieranlage das Sortierergebnis beeinträchtigen oder bei der Sammlung sogar zu gefährlichen Situationen führen können, so die Stadt Landshut in einer Pressemitteilung.



Akkus sind eine besondere Gefahrenquelle


Sehr gefährlich ist die Entsorgung von Batterien, insbesondere Lithium-Akkus oder E-Schrott im Gelben Sack oder der Restmülltonne. Durch die Pressung im Sammelfahrzeug können die Akkus zerstört werden und so einen Brand verursachen. Solche Brände sind in der Abfallwirtschaft keine Seltenheit. Daher musste der Müllwerker schnell reagieren, weil die Ursache für die vermeintliche Rauchentwicklung nicht erkennbar war.

Die kommunale Abfallwirtschaft ruft daher nochmals dringlich auf, Akkus, Handys und andere Geräte mit Akkus ausschließlich über die Sammelboxen für Batterien oder im Wertstoff- und Entsorgungszentrum der Stadt Landshut abzugeben. Fehlwürfe dieser Abfälle in anderen Erfassungssystemen können gefährlich werden. Gleiches gilt für glühende Grillkohle, Lösemittel, befüllte Spraydosen und andere entzündliche oder gar explosible Abfälle in der Restmülltonne oder dem Gelben Sack.



„Das muss nicht sein und das darf nicht sein“


Für derartige Fehlwürfe hat der Abfallwirtschaftler Richard Geiger von den Bauamtlichen Betrieben keinerlei Verständnis: „Das muss nicht sein und das darf nicht sein“. Die Abfalltrennung in Landshut sei nicht schwer: Papier in die Papiertonne, Verpackungsglas in die Glascontainer, die restlichen Verpackungen in den Gelben Sack. Problemabfälle, Sperrmüll und E-Schrott zum Wertstoff- und Entsorgungszentrum.

Auf der Internetseite der Stadt Landshut sind alle wichtigen Fragen zur Abfalltrennung leicht verständlich erklärt, betont die Stadt. Wer spezielle Fragen hat, bekommt über das Abfalltelefon 881500 Auskunft über die richtige Entsorgung. „Wenn jeder seinen kleinen Beitrag zur Abfalltrennung leistet, können wir viele Wertstoffe einer Verwertung zuführen und dabei Rohstoffe sowie Energie sparen und Rettungseinsätze vermeiden“, sagt Geiger.

− red