„Lebensgefühl kommt zurück“

Region Landshut freut sich auf ihre Volksfeste: Alle Termine im Überblick

04.05.2022 | Stand 06.05.2022, 8:19 Uhr

Ohne Maske kann man nun bald wieder feiern gehen. −Foto: 123rf.com

Von Veronika Bayer

Gemeinden, Märkte und Städte der Region Landshut stehen ihren kommenden Volksfesten durchweg sehr positiv gegenüber. Rathäuser äußern sich mit Erwartung, Erleichterung und Vorfreude. Das erste Fest hat bereits begonnen.

Die Landshuter Frühjahrsdult, die noch bis 8. Mai stattfindet, ist bereits in vollem Gange. Im Hinblick auf den Infektionsschutz der Bevölkerung und der gebotenen Pietät im Hinblick auf den Ukraine-Krieg wurden Bestandteile des Rahmenprogramms modifiziert oder gestrichen. So gibt es beispielsweise keine Feuerwerke und keinen Dulteinzug.

Preise sollen familienfreundlich bleiben

Horst Heppenheimer wurde kürzlich zum neuen Vorsitzenden der Marktkaufleute und Schausteller der Bezirksstelle Landshut gewählt. Ganz klar merke man laut ihm, dass die Waren teurer geworden seien, einzelne Lieferengpässe habe es auch gegeben. „Aber wir versuchen, es nicht weiterzugeben und familienfreundliche Preise anzubieten. Familienfreundlichkeit macht die Landshuter Dulten besonders aus.“ Die Landshuter Bartlmädult findet heuer von 19. bis 28. August statt.

In der Gemeinde Neufahrn in Niederbayern herrscht von 13. bis 15. Mai Volksfesttrubel. Am Festsonntag gibt es zudem eine Energieschau. Neufahrns Bürgermeister Peter Forstner betont, dass es zum jetzigen Stand keine Corona-Maßnahmen geben werde. „Falls Ende April – so lange gelten die jetzigen Bestimmungen – sich die Lage ändert, werden wir über unser Volksfest neu beraten.“ Ansonsten freue man sich darüber, wieder ein Volksfest abhalten zu können: „Natürlich mit einem komischen, unwirklichen Gefühl, aber das Leben und somit auch unsere Volksfest-Kultur darf und muss unbedingt wieder zur Normalität zurückkehren – aber auch mit dem nötigen Respekt vor dem Virus und unseren Gegenübern“, so Forstner.

Das Aichbachtaler Volksfest wird von 19. bis 22. Mai stattfinden. „Nachdem zwei Jahre annähernd keine öffentlichen Veranstaltungen möglich waren, ist es nun wirklich an der Zeit, wieder zur Normalität zurück zu kehren“, findet Josef Klaus, der Bürgermeister von Niederaichbach. „Ich merke in der Bevölkerung schon den Wunsch, sich wieder zu treffen, gemeinsam zu feiern und wieder mal lustig zu sein.“ Jene, die Bedenken hätten, müssten sich nicht beteiligen, so Klaus und: „Auf Dauer ist es für eine Gesellschaft nicht gut, in Isolation zu leben. Ich bin mir sicher, dass wir in Niederaichbach gemeinsam mit unseren Bürgern ein schönes Fest haben werden.“

Auch die Geisenhausener planen zu Pfingsten – vom 2. bis 6. Juni – ein Volksfest. Man gehe derzeit von einem normalen aus, also von keinerlei Einschränkungen, sagt Josef Reff, Bürgermeister von Geisenhausen, auf Anfrage. Er persönlich sei froh: „Die letzten zwei Jahre waren doch sehr einsam und frustrierend. Viele Veranstalter hatten immer wieder Planungen begonnen und mussten kurzfristig absagen. Das zehrt an den Nerven. Aber auch für die Bürgerschaft ist es, so denke ich, ganz wichtig die sozialen Kontakte wiederaufzubauen und zu pflegen und hier ist ein Volksfest der ideale Ort.“

„Sehr froh, dass wieder Schausteller kommen“

Die Altdorfer Wiesen ist für dieses Jahr am ersten Augustwochenende geplant. In den nächsten Wochen soll ein Vorgespräch mit dem Festwirt stattfinden, so Altdorfs Bürgermeister Sebastian Stanglmaier. Er begrüße, dass „nach langer Durststrecke“ wieder ein Volksfest stattfindet.

Das Rottenburger Volksfest findet vom 23. Juni bis 27. Juni statt. Maximilian Blaimer von der Stadt Rottenburg an der Laaber: „Die Schaustellerverträge und Festwirtverträge sind geschlossen. Das Volksfest soll auf alle Fälle stattfinden.“ Nach gegenwärtigem Stand ohne Corona-Maßnahmen. „Sollten diese notwendig sein, müsste man kurzfristig über eine Absage nachdenken“, so Blaimer, denn der dadurch entstehende Mehraufwand für Beteiligte lohne sich dann nicht mehr. Gemeindeverwaltung und Stadtrat seien froh darüber, dass wieder Schausteller kommen, vor allem „dass jeder wiederkommen mag und kann.“

Christian Buchner, der Stadlwirt vom Weinstadl, ist einer derer, die wiederkommen: Auf der Landshuter Frühjahrsdult wird der Beschicker mit drei Geschäften vor Ort sein. Momentan ist er schon am Platz, wo der Aufbau in vollem Gang ist. „Auch der Käse ist schon bestellt.“ Voller Hoffnung, so Buchner, sei er und voller Elan. „Es ist schön, dass die Leute kommen.“ Einen riesigen Andrang gäbe es, „dreifach, vierfach“ könnten sie besetzen. „Das Lebensgefühl kommt zurück.“