Trotz sinkender Zahlen

Landshuter Intensivstationen noch immer ausgelastet

18.05.2021 | Stand 18.05.2021, 17:10 Uhr

Die aktuellen Zahlen zu Corona in Stadt und Landkreis Landshut zeigt die Übersichtstabelle −Foto: Landkreis Landshut

Langsam sinken die Inzidenzen in Stadt und Landkreis Landshut. Zwar macht sich das in den Kliniken bemerkbar, die Auslastung der Intensivstationen bleibt jedoch weiterhin hoch.



Auf etwa gleichbleibendem Niveau bewegen sich die Neuinfektionen: 51 wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Landshut am Dienstag gemeldet. Die Neuinfektionen stammen laut Landratsamt vor allem aus dem privaten und betrieblichen Umfeld.



Somit steigt die Zahl der „Index-Fälle“ seit Pandemiebeginn auf 11.840, wovon 11.062 die häusliche Quarantäne schon verlassen konnten (+ 79). Mit 504 aktiven Fällen, und damit einem Minus von 28 gegenüber dem Vortag, ist dieser Wert erneut gesunken. Es wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Somit sind es 274 Personen, die in der Region in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben sind.



Inzidenzen sinken, Lage in Krankenhäusern noch angespannt



Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Robert-Koch-Institut in der Stadt Landshut mit aktuell 144,4 etwas gesunken. Im Landkreis Landshut ist nur ein unwesentlicher Rückgang auf 105,7 zu verzeichnen. (Stand: Dienstag,18. Mai)


Die langsam sinkende Zahl an Corona-Neuinfektionen, Sieben-Tages-Inzidenz und aktiven Infektionen macht sich mittlerweile auch in den Kliniken im Rettungsdienstbereich Landshut bemerkbar, berichtet das Landratsamt in einer Presseaussendung. Von einer Entspannung der Situation kann aber noch keine Rede sein, berichtet der Ärztliche Leiter Krankenhauskoordination, Jürgen Königer.



Belegung auf Intensivstationen noch immer auf hohem Niveau



Während auf den Corona-Normalstationen in den Kliniken des Rettungsdienstbereichs, zu dem neben Stadt und Landkreis Landshut auch die Landkreise Kelheim und Dingolfing-Landau gehören, die Zahl der Patienten kontinuierlich sinkt, bleibt die Belegung auf den Intensivstationen weiter auf hohem Niveau. So melden die Kliniken im Rettungsdienstbereich derzeit 33 Covid-Patienten auf den Normalstationen (Stadt und Landkreis Landshut: 24 (- 1 gegenüber dem Vortag), im Intensiv-Bereich müssen insgesamt 16 positive Patienten behandelt werden (Stadt und Landkreis Landshut: elf (-2).


„Nach wie vor zeigt sich, dass die Patienten sehr lange behandelt werden und wir deshalb mit unseren vorhandenen Ressourcen weiter haushalten müssen“, erklärt Königer. So seien weiter kurzfristige Verlegungen von Patienten innerhalb des Rettungsdienstbereiches, aber vereinzelt auch in andere, etwas entferntere Kliniken nötig, um Therapiemöglichkeiten für Covid-Patienten wie auch die Notfallversorgung insgesamt weiter gewährleisten zu können.



Notoperationen können weiterhin gewährleistet werden


Denn nach wie vor werden zahlreiche intensivpflichtige Personen eingeliefert – sei es aufgrund von Herzinfarkt, Blutvergiftung, Schlaganfall oder anderer schwerwiegender Erkrankungen. Notoperationen können aber weiter gewährleistet werden, versichert Königer. Deshalb müssen planbare Operationen und Untersuchungen in den Kliniken weiter eingeschränkt bleiben, um so weitere Kapazitäten für die Behandlung von Intensiv-Patienten vorhalten zu können.


Die Einhaltung der „AHA-Regeln“: „Denn Abstand, Hygiene, Maske tragen, Lüften und regelmäßiges Testen – all das ist nicht neu. Aber die breite Bevölkerung muss es auch umsetzen, um einen nachhaltigen Erfolg erzielen zu können.“ sieht Königer als entscheidenden und weiterhin wichtigen Beitrag jedes Einzelnen für die weitere Pandemieeindämmung.

− nis