Mehrere Projekte geplant

Landshut gründet Netzwerk für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung

20.05.2021 | Stand 20.05.2021, 15:07 Uhr

−Symbolbild: dpa

Für den Barrierenabbau und die Integration von Menschen mit Behinderungen in das Leben im Landkreis Landshut wird sich künftig das „Netzwerk Inklusion für die Region Landshut“ einsetzen.



Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus Menschen mit Behinderungen aus Stadt und Landkreis Landshut, Mitarbeitern verschiedener Beratungsstellen und Organisationen der Behindertenarbeit sowie Behindertenbeauftragten. Das Netzwerk möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit Behinderungen und von Behinderungen bedrohte Menschen aller Altersgruppen gleichberechtigt am Leben in der Region teilhaben können, erklärt das Landratsamt Landshut in einer Presseaussendung.

Neben einem regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch möchte das Netzwerk verschiedene Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen vorstellen, gute Beispiele für Inklusion hervorheben sowie Workshops, Fachtage oder Vorträge zu verschiedenen Themen anbieten.



Erstes Projekt soll ein Wegweiser mit Anlaufstellen werden


„Wir möchten Menschen mit Behinderungen eine Stimme geben und in der Gesellschaft sichtbarer machen. Entwicklung braucht Zeit, doch es ist wichtig, zu analysieren, was gut läuft und was wir noch verbessern können – um daraus Schlüsse für die zukünftige Entwicklung hin zu mehr Inklusion zu ziehen“, beschreibt Linda Pilz, die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen im Landkreis, die Ziele des Netzwerks.


Als erstes Projekt möchten die Mitglieder des Netzwerks einen Wegweiser für Menschen mit Behinderung und chronischen Krankheiten erstellen. Der Wegweiser soll Anlaufstellen zu den Themenbereichen Beratung, Interessensvertretung, Bildung und Arbeit sowie Wohnen, Alltag und Freizeit, Gesundheit und Pflege umfassend auflisten. Außerdem sind Informationsseiten zu den Themen Behinderung, Inklusion und Barrierefreiheit geplant.



Netzwerk offen für weitere Interessierte


Zentral bei der Erarbeitung des Wegweisers ist, Menschen mit Behinderung, aber auch deren Angehörigen und allen Interessierten, eine Möglichkeit zu bieten, sich selbstständig zu informieren und einen Überblick über barrierefreie Angebote und Beratungsstellen in der Region Landshut zu bekommen, so das Landratsamt.


Das Netzwerk Inklusion für die Region Landshut wird von der Behindertenbeauftragten Linda Pilz koordiniert. Derzeit sind vier Netzwerktreffen pro Jahr geplant. Die Treffen fanden bisher aufgrund der gegebenen Umstände virtuell statt, sollen aber, wenn möglich, zukünftig wieder in Präsenz durchgeführt werden. Grundsätzlich ist das Netzwerk offen für weitere Interessierte.



Wer Interesse an einer Mitarbeit im Netzwerk hat oder mehr Informationen benötigt, kann sich an Linda Pilz unter 0871/4082118 oder linda.pilz@landkreis-landshut.de wenden.

− red