Kostenloses Angebot

Falsch gelagerter Impfstoff: Tests für Betroffene in Landshut

26.07.2021 | Stand 26.07.2021, 17:09 Uhr

−Symbolbild: dpa

Nachdem in Landshut bekannt wurde, dass mehr als 1700 Menschen mit zu lang gekühltem Moderna-Impfstoff gegen Corona geimpft worden sind, will die Stadt nun kostenlose Antikörper-Tests für Betroffene anbieten.



Das teilte die Stadtverwaltung am Montag in einer Pressemitteilung mit. Der Impfstoff war länger als die in Europa derzeit zulässigen 30 Tage bei Kühlschranktemperatur aufbewahrt worden.



Oberbürgermeister Alexander Putz wird in diesen Tagen alle Betroffenen per Brief über den Vorfall und das weitere Vorgehen persönlich informieren. Die Schreiben werden voraussichtlich am Mittwoch zugestellt. „Wir sind aber schon jetzt in der Lage, die wichtigsten medizinischen und rechtlichen Fragen allgemein zu beantworten“, sagt Putz. Denn neben der am Ende maßgeblichen Einschätzung des Ärztlichen Leiters des Impfzentrums, Dr. Uwe Schubart, liege nun auch die bisher ausstehende Stellungnahme des Bayerischen Gesundheitsministeriums vor. „Im Ergebnis sind wir sicher, dass von dem Impfstoff
keine Gefahren für die Gesundheit ausgehen und dass es keinen Hinweis auf eine verminderte Wirksamkeit gibt“, so Putz.



Am rechtlichen Status jedes Einzelnen werde sich daher nichts ändern: „Wer bisher als vollständig geimpft gegolten hat, für den trifft das weiterhin zu.“ Um letzte medizinische Zweifel sicher auszuschließen, wird die Stadt allen Betroffenen darüber hinaus einen kostenlosen
Antikörpertest anbieten, kündigt der OB an. Die nötige Blutentnahme könne ab kommenden Samstag, 31. Juli, zu den üblichen Öffnungszeiten – Montag bis Sonntag von 8 bis 17 Uhr – im Impfzentrum erfolgen. „Interessierte erhalten dadurch zeitnah Klarheit über ihren Immunstatus, letztlich also darüber, ob die Impfung bei ihnen tatsächlich gewirkt hat“, heißt es in der Pressemitteilung.

− pnp