Illegales Lager gefunden

Ermittlungen gegen Baufirma Karl: Razzien bei Ex-Geschäftspartner

24.11.2022 | Stand 25.11.2022, 14:23 Uhr

Die Durchsuchungen in den Landkreisen Landshut und Pfaffenhofen stehen in engem Zusammenhang mit der Razzia bei der Firma Karl. −Foto: Archiv

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Baufirma Karl aus Hengersberg (Landkreis Deggendorf) haben 60 Beamte am Donnerstag erneut etliche Objekte durchsucht. Diesmal im Landkreis Landshut und Pfaffenhofen an der Ilm.



Dem Unternehmen wird vorgeworfen, belastetes Baumaterial mutmaßlich nicht korrekt entsorgt zu haben. Damit sollen Kosten in Millionenhöhe gespart worden sein.

Nun geriet ein 31-jährigen Mann aus Landshut, der in Geschäftsbeziehungen zur Firma Karl-Bau GmbH stand, in den Verdacht, ebenfalls eine nicht genehmigte Anlage zur Ab- und Endlagerung von Abbruchmaterial zu betreiben. Der 31-jährige Beschuldigte aus Landshut ist polizeibekannt, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Am Donnerstag durchsuchten die Beamten insgesamt acht Objekte im Raum Landshut und Geisenfeld (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm). Dabei fanden sie unter anderem zahlreiche Datenträger und schriftliche Unterlagen, die im Rahmen der weiteren Ermittlungen ausgewertet werden. Der 31-Jährige leistete beim Eintreffen der Beamten Widerstand und verletzte sich dadurch leicht. Rund 60 polizeiliche Einsatzkräfte nieder- und oberbayerischer Dienststellen, sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft Passau waren am Donnerstag im Einsatz.

Illegale Lagerstätte gefunden

Im Rahmen der Ermittlungen fanden die Beamten an einem weiteren Objekt im Umfeld des Naherholungsgebietes Gretlmühle (Landkreis Landshut) dann tatsächlich eine illegale Lagerstätte mit ca. 500 Tonnen Abbruchmaterial. Die Polizei geht laut einer Pressemittelung davon aus, dass der 31-jährige Landshuter die Anlage betreibt. Die Beamten haben das Umweltamt der Stadt Landshut eingeschaltet.

Der Mann steht jedoch nicht nur in Verdacht, die Lagerstätte zu betreiben. Darüber hinaus wurden die Beamten auf seinen Datenträgern auch anderweitig fündig: Der 31-Jährige hat demnach auch ein Bild mit kinderpornografischem Inhalt an sechs weitere Personen aus seinem Bekanntenkreis im Alter von 28, 29, 30, 31, 32 und 41 Jahren versendet. Das Amtsgericht Passau hat deshalb auch gegen diese Empfänger der Nachrichten Durchsuchungsbeschlüsse erlassen.

− els