Gastro, Ausgangssperre und Kontakte

Corona-Inzidenz stabil unter 100: Landshut lockert

25.05.2021 | Stand 25.05.2021, 18:55 Uhr

−Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Bereits den fünften Tag in Folge liegt die 7-Tage-Inzidenz in Landshut unter der entscheidenden 100er Marke. Am Dienstag gab die Stadt die entsprechenden Lockerungen bekannt.

Nach den ersten Lockerungen am Samstag, treten am kommenden Donnerstag in der Stadt Landshut weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft. Der Grund: Das Robert Koch-Institut vermeldet zum Dienstag eine Inzidenz von 79 - und damit liegt die Inzidenz in der Stadt seit fünf Tagen stabil unter 100. „Die strengen Infektionsschutzmaßnahmen der Bundesnotbremse werden damit nach dem vorgeschriebenen Karenztag mit Wirkung zu Donnerstag, 0 Uhr, endlich außer Kraft treten“, freut sich Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der Oberbürgermeister Alexander Putz im Urlaub vertritt.

Ausgangssperre entfällt

Ab Donnerstag entfällt in Landshut folglich die nächtliche Ausgangssperre. Es gelten dann jene Corona-Regeln, die gemäß der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Regionen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 vorgesehen sind. Die Stadt Landshut hat eine entsprechende neue Allgemeinverfügung erstellt und wartet nun noch auf die Bestätigung des Gesundheitsministeriums. Diese Lockerungen gab die Stadt bekannt:

Einkaufen

Für den Einkauf im Einzelhandel muss zwar weiterhin vorab ein Termin vereinbart werden (System „Click and Meet“), die bisher zusätzlich nötige Vorlage eines aktuellen negativen Coronatests ist ab Donnerstag aber nicht mehr erforderlich.

Kontaktbeschränkungen

Treffen sind dann wieder zwischen zwei Hausständen und maximal fünf Personen gestattet - wobei zugehörige Kinder unter 14 Jahren, vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene nicht mitgezählt werden müssen.

Kultur

Erhebliche Erleichterungen sind auch für die Bereiche Kultur, Freizeit und Sport vorgesehen: Theater, Museen und Kinos dürfen mit Schutz- und Hygienekonzepten ebenso öffnen wie Freibäder, wobei für Besucher jeweils ein aktueller negativer Coronatest vorgeschrieben ist.

Sport

Kontaktfreier Sport ist ab Donnerstag mit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen auch im Innenbereich möglich; Kontaktsport dagegen nur unter freiem Himmel, mit Hygienekonzept und negativem Coronatest aller Beteiligten. Fitnessstudios dürfen Kunden mit Terminvereinbarung und negativem Coronatest wieder empfangen. Bei sämtlichen Kultur- und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sind ab Donnerstag zudem bis zu 250 Zuschauer gestattet - feste Plätze, ein Hygienekonzept und negative Coronatests der Zuschauer vorausgesetzt.

Gastronomie und Tourismus

Öffnen sollen ab Donnerstag auch die Außengastronomie und die Hotellerie. Für den Besuch der Außengastronomie werden eine Terminbuchung sowie die Vorlage negativer Coronatests erforderlich sein, sofern Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen. Die Sperrstunde ist außerdem auf 22 Uhr festgesetzt. Die Innengastronomie bleibt dagegen weiterhin geschlossen.

Schule

Erleichterungen sind auch für den Schulbereich vorgesehen: Dort ist für alle Jahrgangsstufen wieder Wechselunterricht möglich, sofern der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Mindestens zweimal wöchentlich müssen sich zudem Schülerinnen und Schüler per Selbst-Schnelltest unter Aufsicht auf das Coronavirus testen. Diese Lockerungen werden allerdings wegen der laufenden Pfingstferien erst mit Wiederaufnahme des Unterrichts am 7. Juni praktisch wirksam.

Ausnahmen für Geimpfte und Genesene

Generell gilt: Von den in vielen Bereichen vorgesehenen Testverpflichtungen sind vollständig Geimpfte und Personen, die nachweislich von einer Covid-Erkrankung genesen sind, ausgenommen. „Für alle anderen sind die Tests zwar nervig und für manche auch unangenehm, in der jetzigen Phase aber leider ein notwendiges Übel“, so Haslinger. Über einzelne Vorschriften wie die Testpflicht für Freibadbesucher lasse sich zwar in der Tat streiten. Insgesamt sei jedoch klar: „Wir brauchen bei den nun endlich unmittelbar bevorstehenden Öffnungsschritten größtmögliche Sicherheit, denn wir müssen unbedingt vermeiden, dass das Infektionsgeschehen erneut aufflammt.“

Maskenpflicht im Freien bleibt noch bis Ende Mai

Eine weitere Lockerung ist zwar noch nicht fix, soll aber zeitnah folgen, sagt Haslinger: „Eine allgemeine Maskenpflicht im Freien trägt nach Erkenntnissen der Wissenschaft wohl nicht wesentlich zur Verringerung des Ansteckungsrisikos bei. Wie von Oberbürgermeister Putz bereits im Stadtratsplenum am vergangenen Freitag angedeutet, beabsichtigen wir daher, die Maskenpflicht in der Innenstadt mit Wirkung zum Montag, 31. Mai, aufzuheben“, sagt Haslinger. Voraussetzung sei natürlich ein weiterhin stabiler Inzidenzwert unter 100.

− pnp