30.09.2020, 14:49 Uhr

Pandemie Ausschuss für Sport und Kultur des Landkreises berät Corona-Folgen für die Kulturarbeit

Das Kreismuseum auf dem Bogenberg.  Foto: LRA Straubing-BogenDas Kreismuseum auf dem Bogenberg. Foto: LRA Straubing-Bogen

Der Corona-Folgen und -Vorgaben haben auch im Landkreis Straubing-Bogen die Kulturarbeit zum Erliegen gebracht und werden wohl auch noch längere Zeit Spuren hinterlassen. Der Ausschuss für Sport und Kultur des Landkreises beschäftigte sich daher auch mit diesem Thema und lud Betroffene zur Sitzung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein, um Erfahrungen und Probleme aus erster Hand zu hören.

Landkreis Straubing-Bogen. Dominik Schuster gründete 1993 die Agentur „Showtime“ mit Sitz in Bogen. Das Angebot reicht von Konzerten und Festivals über Kabarett, Comedy und Literatur. „Vor Corona haben wir bis zu 130 Events pro Jahr veranstaltet. Hinzu kommen noch weitere rund 300 Fremdveranstaltungen, in die wir als Partner oder im Management eingebunden waren. Mit Corona kam der Stillstand, die letzte reguläre Veranstaltung konnten wir am 8. März durchführen“, so Dominik Schuster. Erst seit Kurzem sind wieder kleinere Veranstaltungen erlaubt. Diese seien aber mit einem immensen logistischen Aufwand verbunden bei kaum Ertrag. „Wenn der Zuschauer ausbleibt, heißt es Licht aus und Vorhang zu“, schloss Schuster seine Ausführungen, die beim Ausschuss auf großes Interesse stießen. Da auch der Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier im Plenum anwesend war, bat Schuster diesen auch um Unterstützung der Anliegen in München.

Auch das Kreismuseum auf dem Bogenberg leidet enorm unter der Situation. Statt an Ostern (in diesem Jahr: 12. April) konnte erst an Pfingsten (in diesem Jahr: 1. Juni) geöffnet werden. Das an sich wäre noch nicht das Problem. Aber es fehlen seither 85 Prozent der Besucher. Und das neue Erfolgsmodell, die Museumspädagogik ist aufgrund der Vorgaben auch nicht durchführbar. Waren es in der vergangenen Museumssaison 2019 noch 60 Führungen, so sind es 2020 bisher nur zwei.

Probleme, die auch der Leiter der Kreismusikschule, Andreas Friedländer, kennt, wie er im Ausschuss bekannte: „Wir hatten null Erfahrung im Online-Unterricht, aber unsere 26 Lehrkräfte haben kurz nach dem Lockdown bereits 50 bis 60 Prozent der Schüler online unterrichtet. Der Gruppenunterricht musste aber ausfallen, da das gemeinsame Musizieren auf diesem Wege nicht möglich war.“


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