11.04.2019, 10:02 Uhr

„Das Rheingold“ im Theater am Hagen Zähes Ringen um die Macht

(Foto: Litvai)(Foto: Litvai)

Landestheater Niederbayern wagt sich an das wohl größte Musiktheater-Projekt seiner über 65-jährigen Geschichte.

STRAUBING Nach dem überragenden Erfolg von Wagners „Tristan und Isolde“ und „Der Fliegende Holländer“ wagt sich das Landestheater Niederbayern an das wohl größte Musiktheater-Projekt seiner über 65-jährigen Geschichte: 2019 startet mit „Das Rheingold“ die niederbayerische Erstaufführung von Richard Wagners weltumspannendem Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“. Premiere feiert „Das Rheingold“ im Straubinger Theater am Hagen am 30. April um 19.30 Uhr.

Der Ursprung des Nibelungenliedes wird im Raum Passau vermutet. Richard Wagner begnügte sich allerdings nicht mit dem mittelhochdeutschen Heldenepos, er wollte über ältere nordische Quellen auch die Vorgeschichte des sagenhaften Nibelungenschatzes erzählen – davon handelt „Das Rheingold“. Die Magie der unberührten Natur des Rheins im berühmten Es-Dur-Vorspiel währt nicht lange: Mit dem Raub des Rheingolds durch den Nibelung Alberich, der sich daraus einen mächtigen Ring schmiedet, beginnt das zähe Ringen um die Macht – zwischen Zwergen, Riesen und Göttern. Ein jeder will sich den Reif gewinnen – sei es durch Verzicht, Betrug oder durch Raub.

Die Tetralogie Der Ring des Nibelungen ist in ihrer musikalischen und sprachlichen Textur einzigartig und wie nebenbei behandelt das Opus alle universalen Themen. Kaum eine andere Geschichte durchdringt so sehr unsere moderne Kultur: Parallelen finden sich überall – von „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“, über „Marvel’s The Avengers“ bis „Game of Thrones“.

Regie führt Intendant Stefan Tilch, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Basil H. E. Coleman inne. Stephan Bootz, der bereits als König Marke und Daland am Landestheater gefeiert wurde, singt Wotan; die junge, auf internationalen Bühnen gastierende Sopranistin Christel Loetzsch ist als seine Ehefrau Fricka zu erleben. Ya-Chung Huang von der Deutschen Oper Berlin singt den Feuergott Loge; Stefan Stoll verkörperte die Partie des Alberich bereits an den Staatstheatern von Nürnberg und Karlsruhe. In weiteren Rollen zu erleben sind: Heeyun Choi (Fasolt), Jens Waldig (Fafner), Thomas Stückemann (Mime), Lucie Ceralová (Erda), Kathryn J. Brown (Freia), Peter Tilch (Donner), Jeffrey Nardone (Froh), Maria Pitsch (Woglinde), Sabine Noack Wellgunde), Reinhild Buchmayer (Flosshilde).

In Straubing feiert „Das Rheingold“ am 30. April um 19.30 Uhr Premiere. Vor der Premiere gibt es eine kostenlose Kurzeinführung um 18.45 Uhr im Foyer. Ein weiteres Mal ist die Produktion am 22. Mai um 19.30 Uhr zu sehen. Karten gibt es beim Amt für Tourismus der Stadt Straubing (Tel. 09421/944 601 99) und an der Abendkasse ab einer Stunde vor der Vorstellung. Es gilt der Straubing-Pass. Reservierungen werden sieben Tage vor Vorstellung berücksichtigt.


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