10.10.2018, 10:57 Uhr

Scharfzüngige Werke Karl Valentin und die laute Zeit

Franz Josef Strohmeier war Straubings erster Kulturförderpreisträger. (Foto: Hartmann)Franz Josef Strohmeier war Straubings erster Kulturförderpreisträger. (Foto: Hartmann)

Franz Josef Strohmeier zeigt eine musikalisch szenische Reise im Straubinger AnStattTHEATER

STRAUBING Deutschland 1914 - das Jahr, in dem Europa mit Hurra in den Krieg zog, der Auftakt zum dunkelsten Zeitalter der Menschheit. Das deutsche Kabarett - noch in den Kinderschuhen. Intellektuelle, Komiker und Literaten als Kritiker der Monarchie, entwickelten sich mit Ausbruch des Krieges zum Sprachrohr des Patriotismus.

Ein Zeugnis dafür sind die zum Teil unbekannten, scharfzüngigen Werke des Volkskomikers Karl Valentin, unsterblich durch die Zusammenarbeit mit Lisl Karlstadt, der sich auf unverwechselbare Weise mit den Wirren dieser Zeit auseinandersetzt.

Franz Josef Strohmeier Straubings erster Kulturförderpreisträger für darstellende Kunst, hat einen Abend zusammengestellt, mit unbekannten, dunkel grundierten, todkomischen Werken von Karl Valentin und diese zum Teil neu vertont.

Der Abend zeigt die Entwicklung von Valentin während der Kriegswirren 1914 - 1919 und steht somit als Abbild einer ganzen Gesellschaft

Seine Texte mahnen uns genau Hinzuhören - erkennt man nicht Parallelen von Damals zu Heute? Erschreckend welche Aktualität die Texte und Aussagen heute noch haben! Pünktlich zum Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren (11.November 1918) gastiert Franz Josef mit seinem außergewöhnlichen Abend in seiner Heimatstadt.

Die Vorstellung findet statt am Montag, 12. November, 19.30 Uhr im AnStattTHEATER, Alter Schlachthof. Karten gibt es ab sofort im Amt für Tourismus, Fraunhofer Straße 27. Es gilt der Straubing-Pass. Reservierungen werden nur sieben Tage vor der Vorstellung entgegen genommen.


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