30.12.2020, 13:29 Uhr

Rückblick auf 2020 Trotz Corona – das Ovigo-Theater vermeldet eine erfreuliche Bilanz

Eindruck von der Zeitreise zur Burg Murach mit Darstellerin Petra Sommer-Stark. Foto: Maria OberleitnerEindruck von der Zeitreise zur Burg Murach mit Darstellerin Petra Sommer-Stark. Foto: Maria Oberleitner

3.495 – so viele Menschen besuchten im Jahr 2020 Aufführungen des Ovigo-Theaters. Trotz der Corona-Pandemie können die Theatermacher aus dem Landkreis Schwandorf damit erfreuliche Zahlen vermelden, so Ovigos erster Vorsitzender und künstlerischer Leiter Florian Wein.

Oberviechtach. „Natürlich haben wir uns etwas anderes vorgestellt, doch wir haben uns letztlich angepasst und in den Monaten, in denen ein corona-gerechtes Kulturleben möglich war, ein interessantes Programm aufgezogen.“

Damit ist vor allem das neue Format der Ovigo-Theater-Zeitreise gemeint, die im Juli 2020 ihre Premiere bei Burg Murach bei Oberviechtach feierte. In geführten Erlebniswanderungen werden den Besuchern geschichtliche Hintergründe bedeutsamer Orte und die Sagen in der Oberpfalz anschaulich und lebendig mit Schauspielszenen nähergebracht. Die erste Führung dieser Art nennt sich „Schrazeln, Hoymänner und der wilde Hans – ein sagenhafter Spaziergang zur Burg Murach“ und wird 2021 eine Fortsetzung – auch in Form eines Kids- und eines Grusel-Specials – bekommen. Im Sommer 2020 kamen bereits über 1.000 Besucher zu den insgesamt 48 Führungen. 2021 wird die Zeitreise außerdem mit den Führungen „Durch den Grenzwald zu den Granitriesen – eine Wanderung zur Burg Schellenberg“ und „Von Raubrittern und Revolverhelden – ein historischer Streifzug durch Thanstein“ angereichert.

Erfolgreich war auch „Eine ganz heiße Nummer“. Die musikalische Komödie führte das Ovigo-Theater in den Monaten Januar und Februar auf. An sieben Terminen strömten insgesamt rund 2.000 Besucher zu den Vorstellungen. Sets ausverkauft waren bis zum Ausbrechen der Pandemie auch die Aufführungen von „Mord im Hause Doubleface“, dem Dinner mit Killer des Ovigo-heaters. Dabei handelt es sich um ein Format, das ein edles Vier-Gänge-Menü mit einer Kriminalgeschichte paart. 2021 soll das Format mit dem Stück „Die spektakuläre Freakshow des Mister Gonzalez“ erweitert werden.

Im Oktober gab es schließlich noch zwei Aufführungen von „Sir Price präsentiert: die Ovigo-Wundertüte“. An zwei Abenden wurden Theaterfans in das W1 Regensburg eingeladen – ohne zu wissen, was überhaupt gespielt wird. Nach großem Erfolg der ersten Folge sollten zwei weitere Folgen im November und Dezember gespielt werden, die allerdings dem Lockdown zum Opfer fielen.

Bereits im März musste das Familienmusical „Emil und die Detektive“ abgesagt werden – einen Tag vor der Premiere. „Die Generalprobe konnte noch absolviert wurde, doch anschließend war Schicht im Schacht“, so Florian Wein. Doch: „Emil wird zurückkehren, definitiv. Sobald es wieder möglich ist, wird das Stück neu angesetzt.“

Insgesamt konnte das Ovigo-Theater im Jahr 2020 vier Produktionen an zwölf verschiedenen Schauplätzen aufführen. 63 Aufführungen standen letztlich zu Buche. 60 mussten im Laufe des Jahres abgesagt werden (59 wegen Corona, eine wegen eines Unwetters).

Ovigo setzte im Jahr 2020 38 verschiedene Darsteller ein. Der Verein konnte trotz der schwierigen Umstände 21 neue Mitglieder gewinnen. „Im neuen Jahr gibt es wieder zahlreiche Möglichkeiten, als Darsteller oder auch hinter den Kulissen mit dabei zu sein“, so Wein. Doch OVIGO ist trotz der starken Mitgliederzahl von 193 immer auf der Suche nach neuen Gesichtern: „Da wir verschiedene neue Zeitreisen ansetzen und jeweils einen großen Darstellerpool aufbauen, binden wir neue Leute immer mit ein. Interessierte können sich jederzeit melden.“ Die Kontaktdaten findet man im Internet unter www.ovigo-theater.de.


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