23.09.2020, 16:52 Uhr

Mensch steht im Mittelpunkt Bezirksräte geben grünes Licht für Strategiekonzept „Freilandmuseum Oberpfalz 2030“

Bezirkstagspräsident Franz Löffler (3. von rechts) und Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl (4. von rechts) in Begleitung von Bezirksräten beim anschließenden Informationsrundgang durch das Museum. Foto: Hirmer/Bezirk OberpfalzBezirkstagspräsident Franz Löffler (3. von rechts) und Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl (4. von rechts) in Begleitung von Bezirksräten beim anschließenden Informationsrundgang durch das Museum. Foto: Hirmer/Bezirk Oberpfalz

Corona-konform im Freien und mit entsprechendem Abstand sowie direkt vor Ort informierten sich die Mitglieder des Bezirkstags der Oberpfalz im Freilandmuseum Oberpfalz über die künftige Ausrichtung des Bezirksmuseums in Neusath-Perschen. 40 Jahre nach der Gründung sei es an der Zeit, die Weichen für die zukünftige Entwicklung zu stellen, um das Museum in die Zukunft zu führen.

Nabburg. „Wir haben 2015 mit dem Strategieprozess begonnen“, hob Bezirkstagspräsident Franz Löffler hervor. Der neue Museumsleiter, Dr. Tobias Hammerl, könne das zwischenzeitlich erarbeitete Konzept mit einzelnen Maßnahmen nun ohne personellen Bruch in den nächsten Jahren umsetzen. Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht der Mensch im Kontext von Natur und Kultur. „Wir sind und bleiben ein regionales Museum mit seinen Besonderheiten“, stellte Löffler klar. Gleichwohl hat man überlegt, in welche Richtung die Entwicklung des Museums zeigt. Ein Gedanke ist, den Zeitraum, der in Neusath abgebildet wird, auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts auszudehnen. Ob Tankstelle, Trafohäuschen oder Telefonzelle – Hammerl kann sich vorstellen, solche Errungenschaften der Moderne ins „Dorf des 20. Jahrhunderts“ zu holen.

Weiterer Punkt auf der Agenda ist die Vermittlungsarbeit. Die Museumspädagogik soll im so genannten Lernort „Köstlerwenzel“-Hof untergebracht werden. Hierzu wird ein Gebäude in Eigenregie aufgebaut. Um die zahlreichen Großgeräte, wie Kutschen und landwirtschaftliche Maschinen, entsprechend unterzubringen und zu präsentieren, ist außerdem ein Großgerätedepot dringend erforderlich.

Das Museum will aber nicht nur sammeln, bewahren und erforschen, der Besucher rückt in Zukunft stärker in den Blickpunkt: „Wir wollen, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen und ins Gespräch kommen. Das Museum soll ein Ort des gesellschaftlichen Diskurses sein“, so Hammerl. Mit einer neuen Spielscheune, einem zusätzlichen gastronomischen Angebot im Eingangsbereich des Museums und ausreichend vielen Ruhebänken sollen die Aufenthaltsqualität gesteigert und neue Besuchergruppen erschlossen werden.

„Es ist kein Konzept, das einmal fertig sein wird. Es wird immer wieder den Gegebenheiten angepasst. Aber es ist ein Rahmen und Planungsziel für die nächsten zehn Jahre“, erläuterte der Museumsleiter. Die Bezirksräte nahmen das Konzept zustimmend zur Kenntnis. Konkrete Maßnahmen werden dem Gremium zur jeweiligen Entscheidung vorgelegt.


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