22.05.2020, 18:18 Uhr

Kultur Die Zwangspause ist vorüber – das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern öffnet wieder

Mitarbeiterin Erika Hassler und Museumsleiter Dr. Martin Schreiner stehen bereit und warten nach dem Re-Start auf die ersten Besucher des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern. Foto: Dr. Martin SchreinerMitarbeiterin Erika Hassler und Museumsleiter Dr. Martin Schreiner stehen bereit und warten nach dem Re-Start auf die ersten Besucher des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern. Foto: Dr. Martin Schreiner

Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern (BIMO) in Theuern ist ab sofort wieder geöffnet. „Ich freue mich sehr, dass nun die coronabedingte Durststrecke vorbei ist und nach fast acht Wochen wieder Leben ins Kultur-Schloss einkehrt“, ist Museumsleiter Dr. Martin Schreiner in Euphorie vor dem Re-Start.

Theuern. Für diesen Schritt musste vom Museumsleiter in enger Absprache mit Landrat Richard Reisinger und dem Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept ausgearbeitet werden. Dieses sieht vor, dass Besucher im Museum eine selbst mitgebrachte Schutzmaske tragen und ihre Hände desinfizieren sowie der Sicherheitsabstand von zwei Metern zum Personal und anderen Museumsbesuchern eingehalten wird. „Die Gesundheit unserer Besucher steht an oberster Stelle. Mit dem hausinternes Schutz- und Hygienekonzept können wir dies gewährleisten“, betont Dr. Schreiner.

Somit ist ab sofort das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern immer dienstags bis samstags von 9 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Karten für die Außenstellen des Museums können im Kultur-Schloss gekauft werden. Im Hauptgebäude selbst warten die Ausstellungen zu den Themen Glas und Porzellan sowie die Mineralienabteilung auf die Besucher.

Weiterhin startet mit der Wiedereröffnung des BIMO die kostenlose Minipräsentationsreihe „Faszination Bergbau- und Industriegeschichte – zwölf Museumsschätze erzählen“ in der Eingangshalle des Schlosshauptgebäudes. Im Rahmen der Ausstellungsserie werden im Laufe des Jahres zwölf Gegenstände (jeden Monat einer) aus dem musealen Objektbestand vorgestellt, die spannende und oft kuriose Geschichten zu erzählen haben. Dieses Angebot richtet sich laut Dr. Schreiner vor allem an Museumsfans und Kulturinteressierte mit wenig Zeit, die nur auf einen kurzen Sprung vorbeischauen wollen.

Auch über Facebook kann das Projekt verfolgt werden. Dort findet eine Ankündigung der einzelnen Objekte schon im Vorfeld statt, so dass sich jeder die Gegenstände, die einen besonders interessieren, für einen Kurzbesuch im BIMO gezielt raussuchen kann. Aktuell zu sehen sind „Henkelmänner“, emaillierte Blechgefäße, in denen früher die Bergleute und Industriearbeiter ihre Mahlzeiten transportierten und aufbewahrten.

Während der Corona-Zwangspause hat Dr. Martin Schreiner zudem die Zeit genutzt, die Sonderausstellung „Wunderwelt Sand“ vorzubereiten. Diese ist bereits ab sofort zugänglich, wenngleich die offizielle Eröffnung coronabedingt erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann, wie Dr. Schreiner betont.

Die spannende Ausstellung nähert sich dem Thema „Sand“ aus zwei verschiedenen Blickrichtungen: Einerseits wird die essentielle Bedeutung des durchaus endlichen Rohstoffes Sand für unsere moderne Lebenswelt anhand unterschiedlicher Industriebereiche behandelt – nur am Rande sei hierbei erwähnt, dass Sand nach Wasser als zweitwichtigster Rohstoff der Welt angesehen wird – andererseits aber auch die fundamentale Rolle und Wichtigkeit des Sandes als Lebensraum für Pflanzen und Tiere vorgestellt.


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