31.12.2019, 19:37 Uhr

Eine Komödie, die berühren soll Das Ovigo-Theater geht mit „Eine ganz heiße Nummer“ auf die Bühne

(Foto: Michael Sandner)(Foto: Michael Sandner)

Waltraud, Maria und Lena stecken in tiefen finanziellen Schwierigkeiten. Der Lebensmittelladen, in dem sie bisher gearbeitet haben, macht dicht. Alle drei plagt die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Doch so unterschiedlich die drei Frauen auch sind, eines haben sie gemeinsam: Aufgeben ist nicht ihre Sache ...

OBERVIECHTACH Stattdessen ergreifen sie die Initiative und schmieden einen Plan, der sie aus ihrer Misere herausführen soll. Und so entsteht eine „unmoralische“ Geschäftsidee, die einer alt bewährten Devise folgt: Sex sells! Beherzt greifen die drei Mädels zum Hörer und tatsächlich: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten macht die neue Telefonsex-Hotline nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch unzählige Männer im Dorf glücklich.

Am kommenden Samstag feiert das Stück „Eine ganz heiße Nummer“ des Ovigo-Theaters Premiere. Autorin Andrea Sixt schrieb die Geschichte 2011 für das Kino. Der Film (unter anderem mit Gisela Schneeberger und Monika Gruber) wurde ein deutschlandweiter Erfolg. Vor Kurzem kam der zweite Teil in die Lichtspielhäuser. „Wir haben aus der grandiosen Bühnenfassung ein sehr buntes, musikalisches und echt bayerisches Stück gezaubert“, so Regisseur Florian Wein. Für Kinder ist „Eine ganz heiße Nummer“ aber nicht geeignet. „Natürlich geht es auch um Tabuthemen und darum, wie es hinter den Schlüssellöchern in bayerischen Häusern so zugeht“, so Wein, der sich nicht nur auf die komödiantischen Aspekte des Stückes verlassen wollte. „Ich finde die Geschichte sehr berührend und nach wie vor aktuell. Die drei Frauen sind verzweifelt, weil ihr kleiner Dorfladen vor der Schließung steht. Die örtliche Glashütte muss dicht machen. Die großen Konzerne haben die lokale Wirtschaft zum Erliegen gebracht. Doch das Stück behandelt eben auch die Hoffnung und den Mut, etwas Neues auszuprobieren, dass im scheinbar so prüden Umfeld zunächst auf viel Gegenwehr stößt.“

Erneut kann das Ovigo-Theater auf ein buntes Ensemble, das aus der ganzen Oberpfalz kommt, zurückgreifen. In die drei Hauptrollen schlüpfen Stephanie Most (aus Pfreimd), Ilona Glück (Schwarzenfeld) und Julia Gitter (Oberviechtach). Als ihre Gegenspielerinnen treten Petra Sommer-Stark (Waldsassen) und Lena Biegerl (Oberviechtach) auf. Auch André Gießübl (Oberviechtach) hat als Pfarrer eine wichtige Rolle übernommen. Für Live-Musik zwischen den Szenen sorgen unter anderem Bernhard Zellner (Geige, Regensburg) und Andreas Schopper (Ukulele, Oberviechtach), die außerdem in weitere Rollen schlüpfen. Komplettiert wird das Schauspiel-Team von Daniel Adler (Bad Abbach), Junaid Ahmad (Nabburg), Benedikt Fröhlich (Schwarzach), Stefan Neubauer (Irchenrieth) und Michael Sandner (Amberg).

„Eine ganz heiße Nummer“ ist am 4. und 5. Januar 2020 zunächst in der kleinen Schulturn-halle in Pfreimd zu sehen. Für den Sonntag gibt es noch einzelne Restkarten. Die Vorstel-lungen am 11. Januar in Ursensollen (kubus) und 8. Februar in Gleiritsch (Haus der Vereine) sind bereits ausverkauft. Karten gibt es noch für den 18. Januar in Regenstauf (Jahnhalle), den 24. Januar in Neunburg vorm Wald (Schwarzachtalhalle) und den 31. Januar in Schwarzenfeld (Restaurant Miesberg). Die Tickets können im Internet unter www.ovigo-theater.de bestellt wer-den.


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