16.12.2019, 15:59 Uhr

Helmut Drexler Hommage an einen außergewöhnlichen Porzellankünstler aus Selb

(Foto: Andreas Gießler/Porzellanikon)(Foto: Andreas Gießler/Porzellanikon)

Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg an der Eger präsentiert ab Samstag, 14. Dezember, eine neue Ausstellung unter dem Titel „Leidenschaft für Porzellan“. 117 Objekte geben einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Helmut Drexlers (geboren 1927; gestorben 2016).

HOHENBERG AN DER EGER Der in Selb geborene Porzellankünstler beherrschte das Handwerk des Porzellanmalens nicht nur in allen Facetten, sondern entwickelte die Dekoration des Porzellans als ein künstlerisches Ausdrucksmittel in zuvor kaum bekannter Dimension weiter. Er widmete sich nicht nur innerhalb seiner beruflichen Laufbahn als Dekorbetriebsleiter bei der Rosenthal AG dem Thema, auch in seiner Freizeit arbeitete und experimentierte er mit diesem Werkstoff. Dabei herausgekommen sind einzigartige und unnachahmliche Unikate, die unverwechselbar für ihn und die Möglichkeiten stehen, die der Werkstoff bietet. Seine Werke beeinflussten auch die Rosenthal-Kollektion, für die Helmut Drexler etliche Dekore entwarf. Sein Variantenreichtum war enorm, die Verwendung wenig bekannter und genutzter Verfahren wie Marmorierungslack, Lüster oder Mattlack ermöglichten ihm völlig neue Ausdruckformen.

Die in der Ausstellung gezeigten Objekte sind nach bestimmten Grundtechniken gegliedert und zeigen dabei die große Experimentierfreude Drexlers. Kein Stück ist dem anderen gleich, überall gibt es neue Kombinationen, neue interessante Wirkungen. Aber Helmut Drexler fertigte nicht nur Einzelstücke. Als Dekorentwerfer wurde er einem breiteren Publikum bekannt durch das Dekor „Goldfeuer“ für die Rosenthal-Kollektion, viele weitere folgten. Einen Einblick in die Vielseitigkeit seines Könnens geben auch die Porzellanbilder – von der klassischen floralen Malerei über die abstrahierte Gestaltung bis hin zur kompletten Abstraktion. Helmut Drexler, den seine Heimatstadt Selb in vielfacher Weise ehrte, ist kein Künstler, der in eine Schublade paßt.

Die Ausstellung wurde mit Unterstützung der Helmut-und-Käthe-Drexler-Stiftung realisiert.


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