03.12.2019, 14:33 Uhr

Neues Buch von Oskar Duschinger Eintauchen in die Weihnachtszeit in den Jahren 1910 bis 1940


Oskar Duschinger aus Bruck im Landkreis Schwandorf ist ein waschechter Oberpfälzer – ihn interessiert alles, was sich in Sachen Heimatgeschichte in der Region getan hat. Das mag sicher auch mit seinem Beruf zu tun haben – er ist Rektor der Maximilian-Grundschule in Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf) und hat zum Lehramtsstudium in Sport und Germanistik auch Geschichte als Fach gewählt. Neun Bücher hat er bereits geschrieben – darunter auch ein Buch über den Alt-Landrat des Landkreises Schwandorf, Hans Schuierer. Ganz aktuell ist sein Werk „Sagenhafte Weihnachtszeit“ auf den Markt gekommen, erschienen im Morsak-Verlag.

BRUCK Für das Buch hat Duschinger Geschichten aus den Jahren 1910 bis 1940 recherchiert. Geholfen haben ihm dabei zwei hochbetagte Senioren aus der Region – Georg Ellert, der „Drehorgel-Schorsch“ aus Bodenwöhr, und Karl Bösl aus Burglengenfeld. Ellert starb 2011 mit 91 Jahren – Bösl konnte in diesem Jahr seinen 97. Geburtstag feiern. Und beide hatten jede Menge zu berichten – Erinnerungen, die in das neue Buch eingeflossen sind.

Erinnerungen sind dabei genau das richtige Stichwort: Jeder von uns erinnert sich an Traditionen aus der Advents- und Weihnachtszeit, die in der Kindheit eine Rolle gespielt haben: das gemeinsame Plätzchenbacken, der Besuch der Christmette, ein traditionelles Weihnachtsessen, die Bescherung. Unzählige Momente könnte man aufzählen, an die man sich als Erwachsener noch erinnert. Manche dieser Erlebnisse gibt es heute so nicht mehr – sicher, es gehen immer noch viele Menschen in die Christmette. Der Weihnachtsbraten gehört in vielen Familien noch immer zum weihnachtlichen Rituale. Aber: „So manche Tradition ist fast am Aussterben“, beklagt Duschinger. So mancher junge Mensch fragt sich, was es mit vielen Dingen auf sich hat. Andere alte Traditionen kommen wieder zurück – so sind zum Beispiel die Perchten und die Wolfsauslasser heute wieder ganz präsent auf vielen Weihnachts- und Christkindlmärkten.

Für Duschinger ist es wichtig, aus der Geschichte zu lernen, „man muss die Zeit fühlen“, sagt er. Beim Lesen der 39 Geschichten rund um die Weihnachtszeit sollen die Gedanken schweifen, Bilder sollen im Kopf entstehen, „das kann kein Fernsehprogramm, das kann kein Twitter“, sagt Duschinger. Und das Schöne daran: Jeder sieht etwas anderes, wenn er die Geschichten hört oder liest. Er erinnert sich an seine eigene Kindheit und wie es damals war, auf das Christkind zu warten.


0 Kommentare