21.11.2019, 15:05 Uhr

Werkbühne München zu Gast in Nabburg Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe erlebten die Odyssee hautnah

(Foto: M. Hottner)(Foto: M. Hottner)

Auf Einladung der „Fachschaft Latein“ besuchte die Werkbühne München, ein vom Bayerischen Kultusministerium gefördertes Schauspielensemble, kürzlich das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg, um die Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe mit einem der wichtigsten und ältesten Epen der Literaturgeschichte bekannt zu machen: Gezeigt wurde „Die Geschichte der Odyssee – Ein Theaterstück nach Homer“.

NABBURG Fulminant schon der Beginn in Form eines Dialogs, bei dem der „alte“ Odysseus mit dem „jungen“ Odysseus sprach. Der „alte“ blickte einführend in seine Vergangenheit zurück und berichtete auf diese Weise von seinen spannenden Irrfahrten. Die erste Station führte Odysseus und seine jungen Zuschauer sodann zu den „Lotophagen“. Erfrischend und unterhaltsam wurde die Situation beim „Volk der Lotusesser“ dargestellt, tanzten doch zwei Männer aus dem Gefolge des Odysseus mitreißend den „Syrtaki“. In der Beschreibung ihrer Wahrnehmungen aber wurde deutlich, dass sie zu viele von den berauschenden Lotuspflanzen gegessen hatten. Durch ihren Wunsch, nie wieder weitersegeln zu wollen, wurde eindringlich auf die Gefahr von Drogen hingewiesen.

Aber warum musste Odysseus überhaupt so lange herumirren? Auch dies wurde auf der Bühne durch einen geschickten Einsatz einer Erzählung thematisiert. Die Götter Poseidon und Zeus unterhielten sich hierüber auf dem Olymp über Odysseus` Abenteuer bei Polyphem. Dessen Vater forderte eine Strafe für Odysseus, weil dieser seinen Sohn geblendet und verhöhnt habe. Athene kam dazu und berichtete über die tatsächliche Situation: Odysseus, der Listenreiche, habe sich und seine Gefährten lediglich vor dem menschenfressenden Zyklopen gerettet.

Begeistert reagierten die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer anschließend auf die Szene, in der die Zeit bei der Zauberin Circe gezeigt wurde: Zwei Gefährten des Odysseus kamen als Schweine auf die Bühne und unterhielten sich über ihre Befindlichkeiten im neuen Körper. Knapp und mit Augenzwinkern erklärte Circe, sie hexe Männer immer in die Körper, die ihrem Wesen am nächsten käme. Schließlich landete Odysseus noch bei der Nymphe Kalypso, die ihn schweren Herzens ziehen ließ, als Hermes ihr ebendiesen Wunsch der Götter übermittelt hatte. In der knapp neunzigminütigen Inszenierung konnten die Kinder insgesamt betrachtet viel über den griechischen Helden Odysseus, seine Irrfahrten und die antiken Göttervorstellung lernen.


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