08.10.2019, 18:56 Uhr

Oberpfälzer Geschirr Abendführung im Volkskundemuseum – Porzellan und Steingut der Oberpfalz

Vorratsgefäße wie diese aus der Tonwarenfabrik Schwarzenfeld, Serie „Marie“ (um 1920) gibt es unter anderem bei der Abendführung im Volkskundemuseum zu bestaunen. (Foto: Peter Ferstl)Vorratsgefäße wie diese aus der Tonwarenfabrik Schwarzenfeld, Serie „Marie“ (um 1920) gibt es unter anderem bei der Abendführung im Volkskundemuseum zu bestaunen. (Foto: Peter Ferstl)

Am Dienstag, 5. November, stellt Dr. Margit Berwing-Wittl um 19 Uhr im Rahmen einer Abendführung typische Exemplare von Oberpfälzer Porzellan, Steingut, Steinzeug und Emailgeschirr vor, beispielsweise aus Hirschau, Regensburg, Sallern, Amberg oder Schwarzenfeld.

BURGLENGENFELD Mit dem Ausbau der Eisenbahnlinien wurden im 19. Jahrhundert teils auch aus großer Entfernung Geschirrwaren nach Burglengenfeld gebracht und auf Märkten gehandelt.

Gemarkte Exemplare erleichtern die Zuordnung, während die Formen und Dekore oft zum Verwechseln ähnlich sind. Dabei geht es um Hafnerware, die in den kleinstädtischen Werkstätten in geringen Stückzahlen hergestellt wurden, wie auch um Vorratsgefäße aus dem typischen Bunzlauer Braungeschirr oder den salzglasierten Westerwälder Gefäßen, aber auch um hochwertiges Porzellan und Steingut für den besonderen Anlass, gern zur Aussteuer in vielteiligen Speise- und Kaffeeservicen geschenkt.

Immer wieder staunt man über die dekorativen bunten Geschirre, die nach englischem Vorbild in der Oberpfalz um 1900 auf Esstischen und in Wohnzimmerbüffets, in Küchen, Bädern und Kellern zum Einsatz kamen. Blumen, geometrische Muster, aufwendige Abziehbilddekore und handgemalte Widmungen waren weit verbreitet. Daneben gab es auch eigens für besondere Anlässe gestaltete Prunkvasen und -pokale.

Wer zu Hause selbst noch schönes Oberpfälzer Geschirr aus Großmutters Zeiten hat, darf dieses gern zum Vergleich zu der Führung mitbringen. Der Eintritt kostet pro Person 50 Cent, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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