12.09.2019, 10:15 Uhr

Kultur verbindet Menschen Beste Stimmung beim Oberpfälzer Zoigltag

Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, Bezirksrat Toni Dutz, die Falkenberger Zoiglmusikanten mit Zoiglkönigin und Zoiglprinzessin (v.re.n.li.). (Foto: Florian Schwemin/Bezirk)Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, Bezirksrat Toni Dutz, die Falkenberger Zoiglmusikanten mit Zoiglkönigin und Zoiglprinzessin (v.re.n.li.). (Foto: Florian Schwemin/Bezirk)

Oberpfälzer Zoiglkultur erleben! Unter diesem Motto verband die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft „Echter Zoigl vom Kommunbrauer“ und den jeweiligen vier Zoigl-Kommunen am Tag des offenen Denkmals immaterielles und materielles Kulturerbe.

WINDISCHESCHENBACH „Vor dem Zoigl sind alle Menschen gleich“, betonte Bezirksrat Toni Dutz bei der Eröffnung in der Zoiglstube Gloser in Windischeschenbach, deshalb brauche es auch keine Sitzordnung und reservierte Plätze. MdL Dr. Stephan Oetzinger machte die identitätsstiftende Wirkung des Zoigl für die ganze Region und darüber hinaus deutlich. Ein kostenloser Shuttlebus zwischen Eslarn und Windischeschenbach und weiter nach Neuhaus, Falkenberg und Mitterteich brachte die Besucher des Zoigl-Tages zum vielfältigen Programm: Bei zünftiger Musik und schmackhaften Brotzeiten konnte man verschiedene Zoiglbiere genießen, die Kulturgeschichte und Gegenwart des Zoigl wurde bei Führungen durch die denkmalgeschützten Kommunbrauhäuser vorgestellt. Der Künstler Harald Bäumler erläuterte die von ihm geschaffenen Zoiglskulpturen und wurde dabei vom Zoigl-Botschafter Norbert Neugirg literarisch begleitet. Dr. Markus Wittmann, Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Wöllershof, beleuchtete in einem launigen Vortrag die manchmal schwierige Beziehung Alkohol und Mensch und der stellvertretende Bezirksheimatpfleger Florian Schwemin skizzierte den Weg des Zoigl vom Symbol für Rückständigkeit und schlechter Moral bis zum identitätsstiftenden Kulturerbe. Dass der Oberpfälzer Zoigl das Zeug hat, Menschen zu verbinden und ins Gespräch zu bringen, war in den Kommunbrauhäusern und Oberpfälzer Zoiglstuben überall erlebbar.


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