05.07.2019, 15:55 Uhr

Nutzung früher und heute im Fokus „Holz und Handwerk“ – großer Aktionstag zum Jahresmotto im Freilandmuseum

(Foto: Oberpfälzer Freilandmuseum)(Foto: Oberpfälzer Freilandmuseum)

Die Besucher im Oberpfälzer Freilandmuseum erwartet eine Vielzahl an Vorführungen alter Handwerkstechniken und alter Handwerkskunst. So zeigen unsere Museumshandwerker das Behauen von Balken mit der Breitaxt, in Zusammenarbeit mit dem Verein Zimmerleute und Schreiner Amberg, das Herstellen von Schindeln, das Bohren von Rohren, das Brettersägen in der Säge aus Pfaffengschwand im Mühlental, das Holzrücken mit den Museumspferden Fonsi und Leo, das Stockroden, das Drechseln mit der fußbetriebenen Drechselbank und speziell für und mit den Kindern das Basteln mit der Laubsäge nach verschiedenen Vorlagen.

NEUSATH-PERSCHEN Wer sehen möchte, wie die Unterkonstruktion eines Fachwerkes aufgebaut ist und dieses dann ausgefacht werden kann, sollte an diesem Tag unbedingt ins Museum kommen.

Externe Fachleute zeigen an diesem speziellen Museumstag den Bau von Möbeln aus Wildholz mit der Jugendbauhütte, die Fertigung von Schatullen, Schatztruhen und den Bogenbau. Weitere Attraktionen sind die Herstellung von Rechen und Besen, das elektrogetriebene Drechseln, die Vorstellung von verschiedenen Dachmodellen und ein zerlegbares Modell eines Dachstuhles. Eine Holzbildhauerin in Aktion rundet das Programm rund um das Thema Holz ab.

Natürlich darf auch das heißbegehrte Museumsbrot an diesem Sonntag nicht fehlen, das dieses Mal im Schallerhof gebacken wird. Wer guten Honig erwerben und alles über die fleißigen Bienen erfahren möchte, der sollte im Waldlerdorf vorbeischauen.

Wer sich rechtzeitig anmeldet kann um 14 Uhr an der Sonderführung „Alte Waldnutzung“ mit Frau Eva Nußbaumer teilnehmen.

Besuchern, die das Thema Holz und seiner Nutzung früher und heute interessiert, wird auch der Besuch der neuen Dauerausstellung im Paulerverlhof im Juradorf ans Herz gelegt. Gefördert wurde sie vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Vor 200 Jahren waren der Wald und das in ihm gewonnene Holz aus dem Leben der Menschen im ländlichen Raum nicht wegzudenken. Man lebte in einem „hölzernen Zeitalter.“ Häuser, Geräte, Werkzeuge und viele weitere Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wurden aus Holz gefertigt. Ohne Wald – und ohne Holz – hatte man nicht nur kein Dach über dem Kopf, sondern auch Wohnräume und Speisen blieben kalt, da ein wichtiger Brennstoff fehlte.

Im Museum sind außerdem verschiedene historische Waldformen zu sehen und in jedem Haus findet man Zeugnisse, wie wichtig das Holz früher gewesen ist. Deshalb ist man immer nachhaltig mit diesem Material umgegangen. Heute spielt das Holz wieder eine entscheidende Rolle für nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energie und Klimaschutz.

Der Wald, besonders der Museumswald, spielt aber auch eine wichtige Rolle zur Entspannung und Erholung und freut sich über viele Besucher!


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