25.06.2019, 21:53 Uhr

Kultur Historischer Arbeitskreis begab sich auf die Spuren des königlich bayerischen Gesandten in Dresden

Die Reisegruppe im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. (Foto: Hist. Arbeitskreis/Manfred Luft)Die Reisegruppe im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. (Foto: Hist. Arbeitskreis/Manfred Luft)

Der Historische Arbeitskreis für Teublitz und seine Ortsteile begab sich im Rahmen einer viertägigen Reise nach Dresden auf die Spuren des ehemaligen Teublitzer Schlossbesitzers Maximilian Freiherr von Gise (1817 bis 1890), der von 1847 bis 1868 königlich bayerischer Gesandter am königlich-sächsischen und den herzoglich-sächsischen Höfen in Dresden war.

TEUBLITZ Dort kam auch sein Sohn August von Gise (1850 bis 1913) zur Welt. Offenbar pflegte Gise in Sachsen sehr gute Kontakte, denn noch nach seiner Dienstzeit soll das sächsische Kronprinzenpaar Albert und Carola im Juli 1870 für einige Tage in Teublitz zu Gast gewesen sein. Laut einer Festschrift des früheren Ortsgeschichtsschreibers Michael Meier besuchten diese hier am Tag vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr einen Gottesdienst in der damaligen Schlosskirche. Bei einer Stadtführung durch Dresden konnte man sich unter anderem davon überzeugen, dass noch heute an verschiedenen Stellen an das spätere Königspaar erinnert wird, wie zum Beispiel mit Straßen, Plätze und Brücken, die nach ihnen benannt sind, bevor man im berühmten „Grünen Gewölbe“ der Residenz in die Pracht der Schatzkammer der Wettiner eintauchte.

Weitere Verbindungen zu Teublitz stellte die Reisegruppe bei einem Tagesausflug in den Schwandorfer Partnerlandkreis Görlitz fest. Im Weltkulturerbe Fürst-Pückler-Park Bad Muskau waren die typischen Stilelemente englischer Landschaftsgärten zu sehen, die auch heute noch im Teublitzer Schlosspark vorhanden sind. Im Glasmuseum Weißwasser informierten sich die Teilnehmer über die vielfältigen Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren von Glas, das über einige Jahrzehnte auch in der Münchshofener „Schleif“ weiterverarbeitet wurde. Vor der Heimfahrt unternahm die Gruppe noch eine Schifffahrt zum beeindruckenden Barockschloss Pillnitz, wo die Unterschiede zwischen englischem Landschafts- und französischem Barockgarten deutlich sichtbar wurden.

Zum Schluss der Fahrt dankte Matthias Haberl, Sprecher des Historischen Arbeitskreises, der Hauptorganisatorin und Vertreterin des Kooperationspartners BLLV-Kreisverband Burglengenfeld, Agnes Haberl, dem BLLV-Reisedienst, dem Busunternehmen Würdinger sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Reise.


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