20.05.2019, 15:56 Uhr

Themen, Exponate und Medien Abendführung zum Thema „Burglengenfeld – Altes und Neues“

Besucher am interaktiven Burglengenfeld-Tisch mit alten und neuen Stadtansichten im Erdgeschoss des Oberpfälzer Volkskundemuseums. (Foto: Johanna Rödl-Steinbauer)Besucher am interaktiven Burglengenfeld-Tisch mit alten und neuen Stadtansichten im Erdgeschoss des Oberpfälzer Volkskundemuseums. (Foto: Johanna Rödl-Steinbauer)

Am Dienstag, 4. Juni, können unter dem Motto „Burglengenfeld – Altes und Neues“ ab 19 Uhr die sieben neu gestalteten Räume im Erdgeschoss des Oberpfälzer Volkskundemuseums im Rahmen einer öffentlichen Abendführung besichtigt werden. Der Eintritt kostet pro Person 50 Cent, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

BURGLENGENFELD Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl geht diesmal vor allem auf Themen, Exponate und Medien ein, die sich in einem so großartigen Baudenkmal, wie es das Museumsgebäude (vormals „Große Kanzlei“, Landrichteramt, königliches Bezirksamt und zuletzt Landratsamt des Altlandkreises Burglengenfeld) dokumentieren lassen. Das Museum ist selbst ein interessantes „Ausstellungsstück“, an dem sich bauliche, soziale und kulturelle Fortschritte über sechs Jahrhunderte ablesen lassen.

Eine Spezialität des Burglengenfelder Museums sind die vielen Kunstwerke, die Burglengenfeld in verschiedenen Zeitstellungen abbilden, vom Aquarell des frühen 19. Jahrhunderts über Ölgemälde von heimischen Künstlern und Sommerfrischlern bis zu Ansichtskarten, die längst verschwundene Gebäude und überraschende Blickwinkel der Stadt zeigen. Eine große Rolle im neu eingerichteten Erdgeschoss spielt der bedeutendste Burglengenfelder Künstler – der Rokokobaumeister Johann Michael Fischer (1692-1766), dem gleich drei Räume gewidmet sind.

Außerdem wird die wechselvolle und spannende Stadtgeschichte im Museum eingebettet in die Heimatkunde der Oberpfalz, insbesondere anhand der beiden wichtigsten Forscher und Publizisten Franz Xaver von Schönwerth und Johann Baptist Laßleben – nur hier kann man originale Zeugnisse aus ihrem Leben und Wirken betrachten und sich ein Bild von ihren ganz besonderen Interessen für das Leben der einfachen Leute im 19. und frühen 20. Jahrhundert machen.

Hier erschließt sich den Besuchern auch, welche Bedeutung ein solches Haus der Geschichte und der Geschichten in der Gegenwart hat. Denn im Volkskundemuseum kann man nicht nur alte und wertvolle Objekte anschauen und vergleichen, sondern auch verstehen, wie sich die Moderne mit Technik, Elektrizität und neuen Kommunikationsweisen auf die Menschen ausgewirkt hat. Das Jahresmotto für 2019 – „Habseligkeiten“ – ist eine tolle Gelegenheit, familiäre und museale Schätze in ihre zeitlichen und sozialen Zusammenhänge einzuordnen.


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