20.03.2019, 10:06 Uhr

Kultur Vortrag im Volkskundemuseum widmet sich dem Thema „Handwerk und Handel im alten Burglengenfeld“

Schuhmacherei Johann Färber in der Kirchenstraße 5, Burglengenfeld um 1930. (Foto: Archiv Günther Plößl)Schuhmacherei Johann Färber in der Kirchenstraße 5, Burglengenfeld um 1930. (Foto: Archiv Günther Plößl)

Am Mittwoch, 3. April, findet um 18.30 Uhr ein Vortrag zum Thema „Handwerk und Handel im alten Burglengenfeld“ von Ortsheimatpfleger und Geschäftsführer des Museums-Freundeskreises, Günther Plößl, statt. Seit Plößl zusammen mit Werner Binder zur 475-Jahr-Feier der Stadt 2017 eine große Fotoausstellung im Rathaussaal realisierte, hat er sich vor allem auf den Schwerpunkt „Handwerk, Handel und Gewerbe“ der reichen Wirtschafts- und Kulturgeschichte Burglengenfelds spezialisiert.

BURGLENGENFELD Eine Stadt wie Burglengenfeld war seit dem hohen Mittelalter Standort für allerlei Handwerk und Gewerbe. Teils waren diese für Burgbesitzer hoch über der Stadt tätig, teils aber auch für die Bürger und Bauern der näheren Umgebung. Ob Holz oder Metall, Ton, Stein oder Textilien – die Zunftgenossen schauten, dass sie unliebsame Konkurrenz aus der Stadt fernhielten und sich selbst ein lukratives Einkommen schufen. Dies galt bis weit in das 19. Jahrhundert, als die Zunftschranken allmählich durchlässiger wurden und sich auch sogenannte „Pfuscher“ und „Störer“ vor allem in der ländlich geprägten Umgebung betätigten. Von den Müllern bis zu den (lange als unehrlich geltenden) Webern, von den Möbelschreinern, Goldschmieden, Hafnern, Sattlern, Maurern, Wagnern und Schmieden bis zu den Brauern und Wirten – zu allen Spezialberufen lassen sich interessante Belege aus der Burglengenfelder Geschichte finden.

Besonders interessant ist dann das frühe und mittlere 20. Jahrhundert, in dem neue Technologien, Elektrizität und neue Werkstoffe und Handelswege das gesamte Wirtschaftsleben veränderten. Günther Plößl geht an vielen verschiedenen Beispielen der Frage nach, bei wem die Menschen ihre Waren des täglichen Gebrauchs anfertigen ließen, wie viele verschiedene Handwerke es in der Stadt Burglengenfeld gab und wie stark diese besetzt waren.

Der Vortrag findet im neu eingerichteten Kreativraum im 1. Obergeschoss des Volkskundemuseums statt. Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person. Da die Platzzahl begrenzt ist, wird um Reservierung unter der Telefonnummer 09471/ 602 583 oder per Mail an museumbul@gmx.de gebeten.


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