11.03.2019, 16:18 Uhr

Führung am 13. März Hofer Scharfrichter „Meister Franz Schmidt“ erzählt spannende Geschichten

(Foto: Stadt Hof)(Foto: Stadt Hof)

Haben Sie gute Nerven? Mit dem Hofer Scharfrichter „Meister Franz Schmidt“ erleben Sie spannende und unvergessliche Momente. Eine historisch fundierte und lebendige Reise durch Aberglaube, Justiz- und Heilwesen.

HOF Mittelalterliche Geschichte wird lebendig wenn der Henker von seinem nicht alltäglichem Handwerk berichtet: Wo einst die Scheiterhaufen gelodert haben, wo die peinlichen Befragungen stattfanden, wo Übeltäter am Pranger standen und das kaiserliche Blutgericht tagte – wer wüsste das besser als einer, der auf Geheiß der Justiz Todes- und Leibesstrafen vollziehen musste und auch gefoltert hat?

Als Scharfrichter war er auch Bordellwirt und Hundeschläger, er reinigte die Kloaken oder beseitigte die Körper toter Menschen und Tierkadaver. Oft hatte er auch medizinische Kenntnisse und betätigte sich als Heiler. Als „unehrlich“ galt der Berufsstand des Henkers, er lebte für sich und wurde von den Leuten gemieden. Meist wurde er vom Vater ausgebildet, der das Amt an den Sohn weitergab. Nach der Meisterprobe, dem nach allen Regeln der Kunst mit dem Schwert abgeschlagenen Kopf eines Verurteilten, durfte er tätig werden.

Am Mittwoch, 13. März, um 20 Uhr, ist Meister Franz Schmidt vor historischer Kulisse anzutreffen und nimmt Interessierte mit auf seine Runde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Für empfindsame Personen und Jugendliche unter 14 Jahren ist die Führung nicht geeignet.


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