28.10.2018, 22:05 Uhr

Ton für Ton in die Zukunft Das Symphonische Blasorchester der Musikkapelle St. Vitus auf Nachwuchssuche

(Foto: Musikkapelle St. Vitus)(Foto: Musikkapelle St. Vitus)

„Unser Proberaum droht ja öfter mal aus allen Nähten zu platzen, aber diese Art des Ausnahmezustands ist mir persönlich am allerliebsten!“ Das zufriedene Lächeln von Stefan Huttner, erster Vorsitzender der Musikkapelle St. Vitus aus Burglengenfeld, unterstreicht deutlich seine positive Gemütslage an diesem Abend in den Räumen der Kapelle.

BURGLENGENFELD Über 25 Kinder im Grundschulalter fanden mit ihren Eltern den Weg zur Musikkapelle und konnten ihr Wunschinstrument ausprobieren oder auch ein neues entdecken. „Qualifizierte Nachwuchsarbeit ist das Herzstück unserer Kapelle“, ergänzt Chefdirigent Adolf Huttner, der als ehemaliger Berufsmusiker um die Bedeutung solider Ausbildung weiß.

Was es mit den einzelnen Instrumenten auf sich hat, erläuterte Dirigent Günter Moser mit den jungen Musikerinnen und Musikern des Jugendblasorchesters. In beeindruckend unterhaltsamer Weise entlockte er den musikinteressierten Kindern so manches Vorwissen rund um die Musikerwerkzeuge und verband dieses zur anschaulichen Einführung in die Welt der Blasinstrumente. „Sein“ Jugendorchester ließ passend dazu beschwingte Klangbeispiele erklingen. Angeleitet von den jeweiligen Ausbildern, die zum allergrößten Teil Eigengewächse des Orchesters sind und sich die Zusatzqualifikation als Lehrer in der Laienmusik erworben haben, ging es dann an die Instrumente – tatkräftig unterstützt von den Mitgliedern des Jugendblasorchesters.

Die Eltern erfuhren derweil von der Geschichte und den Erfolgen des Orchesters, von der Vereinsstruktur und vor allem von den günstigen Mitgliedsbeiträgen. Für 24 Euro im Monat heißt es bei der Musikapelle „all inklusive“ und das bedeutet unter anderem bis zu 180 (!) Minuten Unterricht pro Woche, eine Instrumentenversicherung und zusätzliche außermusikalische Freizeitangebote durch die Jugendleitung. Im Laufe der Jahre verringert sich der Beitrag sogar noch.

Der Unterricht beginnt ab Januar zunächst in Kleingruppen nach Instrumenten, bald schart aber Nachwuchsdirigentin Marianne Zaindl, die im zivilen Leben Gymnasiallehrerin für Musik ist, das neue Anfängerorchester um sich und die ersten gemeinsamen Töne erklingen. Der Unterricht in sogenannten Bläserklassen ist bei der Musikkapelle St. Vitus bereits seit Anfang an, also seit über 50 Jahren, „modern“ – und nicht erst seit vor wenigen Jahren die aktuelle Musikpädagogik dieses Konzept neu auflegte. „Das Zusammenspiel von Beginn an motiviert, schult das Gefühl für den Gesamtklang, fordert Disziplin – und macht vor allem großen Spaß“, erklärt die langjährige Dirigentin.

Die Ausbildung bei der Musikkapelle St. Vitus umfasst alle Instrumente der Blasmusik, also Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon, Trompete, Flügelhorn, Horn, Tenorhorn, Posaune, Tuba und alle Facetten des Schlagwerks einschließlich der Stabspiele wie Xylophon oder Glockenspiel. Für besonders kostspielige Instrumente bietet der Verein Leihinstrumente an. Zudem erhielt die Musikkapelle zum wiederholten Mal eine Zuwendung aus dem Programm „Ehrenamt?– Ehrensache!“ der Deutsche-Bahn-Stiftung, die den neuen Mitgliedern in Form von vergünstigtem Ausbildungs- und Notenmaterial zu Gute kommt.

Weitere Interessenten, die am Infoabend nicht teilnehmen konnten, können gerne noch dazu stoßen. Weitere Infos dazu gibt es im Internet unter www.musikkapelle-st-vitus.de.


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