25.08.2018, 09:55 Uhr

Kultur Historisches Ambiente trifft moderne Porzellankunst

(Foto: Olaf Stoy)(Foto: Olaf Stoy)

Zur internationalen Porzellanbiennale in der Albrechtsburg Meissen stellen 31 Porzellankünstler aus Europa ihre künstlerischen Werke aus. Das Porzellanikon, das staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg an der Eger und Selb begleitet diese Leistungsschau zeitgenössicher Porzellankunst.

SELB/LANDKREIS WUNSIEDEL Meißen und Porzellan – zwei Worte, die ohne einander kaum denkbar sind. In der Albrechtsburg nahm die manufakturelle Herstellung des europäischen Hartporzellans seinen Anfang und die Stadt Meißen ist noch heute Sitz der altehrwürdigen Meissner Porzellanmanufaktur. „Aber auch das zeitgenössische Schaffen mit Porzellan ist lebendig hier in Meißen,“ beginnt Claudia Zachow ihren Redebeitrag anlässlich der Eröffnung der zweiten Porzellanbienale. Die Kuratorin des Porzellanikons wirkte in der Jury mit und verantwortete den Aufbau. Ausgerichtet wird die Ausstellung vom „Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst e. V.“ in Zusammenarbeit mit der Albrechtsburg mit dem Ziel, Porzellan als Kulturgut im Kontext internationaler Einflüsse neu zu bewerten, zu erhalten, weiterzuentwickeln und innovative Impulse zu setzen. Zu sehen sind interaktive Installationen, Objektkunst, aber auch traditionelle Handwerkskunst von Porzellankünstlern aus Deutschland, Polen, den Niederlanden, aus Dänemark, Italien, Belgien, der Tschechischen Republik und der Schweiz.

Erstmals kooperiert der Verein zudem mit dem Porzellanikon, Europas größtem Spezialmuseum für Porzellan. „Überblickt man die vielgestaltigen Ausdrucksformen mit dem Werkstoff Porzellan, so zeigt sich ein endlos scheinendes Feld. Ob künstlerisches Unikat oder Serienprodukt – immer sind diese Objekte auch ein Spiegel für die Virtuosität im Umgang mit dem Material, die Kenntnis um technologische Raffinessen wie auch formal-ästhetisches Statement. Das Porzellanikon mit seinem Ausstellungs- und Sammlungsschwerpunkt im Bereich der industriellen Porzellanproduktion verfolgt mit Interesse auch die künstlerischen Ausdrucksformen mit Porzellan“, so Wilhelm Siemen, Direktor Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg an der Eger und Selb.

Die Biennale ist bis zum 4. November 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr in sechs Ausstellungsräumen zu sehen.


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