17.07.2018, 13:48 Uhr

Festliche Preisverleihung Hofer Schlappentag erhält den „Heimatpreis Oberfranken“

(Foto: Finanzministerium/S. Pieknik)(Foto: Finanzministerium/S. Pieknik)

Der Hofer Schlappentag hat am Montagabend, 16. Juli, im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth den „Heimatpreis Oberfranken“ aus den Händen des Bayerischen Finanz- und Heimatministers Albert Füracker erhalten. Vertreter der Privilegierten Scheibenschützengesellschaft mit Oberschützenmeister Günter Hornfeck an der Spitze, Kreishandwerksmeister Christian Herpich sowie die amtierende Schlappenkönigin Andrea Hering nahmen die Auszeichnung im Rahmen einer festlichen Verleihung entgegen.

HOF In seiner Laudatio würdigte Heimatminister Albert Füracker die Preisträger wie folgt: „Wir ehren Menschen, die sich in Oberfranken um unsere Lebensart verdient gemacht haben. Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt unserer Traditionen ein und sorgen dafür, dass sie an zukünftige Generationen weitergegeben werden“.

Der Hofer Schlappentag ist eines der ältesten Volksfeste Oberfrankens, Hofer „Nationalfeiertag“ sowie das älteste Zunft-, Bier- und Schützenfest Deutschlands. Die Privilegierte Scheiben-Schützen-Gesellschaft von 1432 Hof e. V. führt als Nachfolgerin der Hofer Schützenkompanie den Schlappentag seit über 580 Jahren durch. Der Markgraf von Brandenburg verpflichtete nach der Niederlage gegen die Hussiten im Jahr 1430 alle männlichen Einwohner zu regelmäßigen Schießübungen. Diese Übungen mussten bis zum Montag nach Trinitatis absolviert werden. Die Schützen waren von der Schießpflicht so wenig begeistert, dass sie lediglich in Arbeitskleidung und Schlappen zu der Schießübung gingen. Daher etablierte sich der Begriff „Schlappentag“ schnell. Der Schlappentag findet stets am Montag nach Trinitas, das heißt eine Woche nach Pfingstmontag, statt. Zu diesem traditionsreichen historischen Heimatfest wird eigens ein „Schlappenbier“ gebraut.

Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bedankte sich herzlich für den Preis. Dieser sie „Dank und Anerkennung für die Verantwortlichen und zugleich Verpflichtung, diese fast sechs Jahrhunderte alte Tradition weiter zu pflegen und aktiv zu leben“, so das Stadtoberhaupt.

Den „Heimatpreis Oberfranken“ erhielten außerdem das Annafest Forchheim, das Kronacher Freischießen, die Lichterprozession Pottenstein, die Limmersdorfer Lindenkirchweih sowie das Wunsiedler Brunnenfest.


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