09.07.2018, 10:54 Uhr

Lesung am 18. Juli Das Stadtmuseum Nittenau zeigt „Stadtfarben und Wahrzeichen“

(Foto: Carolin Schmuck)(Foto: Carolin Schmuck)

Zugegeben – die Farben Gelb und Grün haben ihren ganz eigenen Charme. Es kann frischen Frühling ins Bild setzen – oder aber leicht unverdaulich daher kommen. Aber die Nittenauer können sich zumindest in Punkto Farbauswahl auf den Pfalzgrafen berufen. Und der regelte das Bild und damit die Farben des Siegels, das künftig verwendet werden konnte, wörtlich so: einen grünen Segelbaum auf einem safrangelbem Feld, und den Baum wurzelnd im bayerischen Rautenwappen.

NITTENAU Die Ausstellung im Stadtmuseum Nittenau, die jetzt seit Mai zu sehen ist, zeigt aber viel mehr. Nicht nur die Veränderung des stilisierten Wacholders hin zu zwei gestutzten Kugelbäumchen (und zurück …), sondern auch den Blick auf das, was da im 15. Jahrhundert sich auch noch entwickelt hat, nämlich die Form, in der sich Nittenau lange Zeit befand. Die Mauer ist noch an manchen Stellen zu sehen, und von den Tortürmen, Durchlässen und kleinen Mauertürmchen wäre um vieles weniger bekannt, hätte nicht Franz Michael Loritz sich schon vor hundert Jahren um die Erforschung angenommen. Vier „Spatzentürme“ zeichnete er, teilweise rekonstruierend, auch das „Sautürl“ erfragte er von früheren Bewohnern, und all sein Wissen über Nittenau und das Regental hat er auch wieder ausgeteilt, in touristischen Aufsätzen und in Bildern, Karten, Postkarten. Dazu gehören auch – zusammen mit seinem Kollegen und wohl auch Freund Georg Dorrer aus Neunburg – die sagenumwobenen Burgen, allen voran natürlich Stockenfels.

Angeschlossen ist die Ausstellung in der Ausstellung die Postkartensammlung von Rudi Tonollo, die noch bis Mitte August die Originale zeigt.

Innerhalb des Museumsprogramms findet auch die Lesung von Barbara Krohn und Gerd Burger statt, die am 18. Juli, 19 Uhr beim Haus des Gastes beginnt. Eines der Wahrzeichen von Nittenau ist neben Storchenturm, Jugenberg und Stockenfels ist sicherlich auch der Regen, mit dem damals alles begonnen hat, vor über tausend Jahren

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt am Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr, am Mittwoch und Sonntag von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung (09436/ 902729) zu besichtigen. Die Mitwanderkarte für die Lesung kostet sechs Euro.


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