23.05.2018, 14:36 Uhr

ESC-Sieger von 2006 „Hardrock Hallelujah“ – die Band „Lordi“ tritt in Burglengenfeld auf

(Foto: RoRocks)(Foto: RoRocks)

„Ich hab zwar keine verf... Idee, was sie gesungen hat, aber der Song ist modern und geht ins Ohr“ – 2006-Sieger Mr. Lordi trieb auf dem just zu Ende gegangenen ESC in Lissabon höchstpersönlich sein Unwesen und war eines der gefragtesten Fotomotive des Abends – über den Sieg Israels ist er wenig erstaunt.

BURGLENGENFELD Es war ein bisschen wie nach Hause kommen: Zum insgesamt vierten Mal war Lordi-Frontmann Mr. Lordi vergangene Nacht bei einem ESC zu Gast, das erste Mal, 2006, selbst als Teilnehmer und Sieger. Seitdem ist er immer wieder ein gern gesehener VIP-Gast und nimmt die Einladung, wann immer es für ihn möglich ist, auch an.

„Es hat sich alles sehr vertraut angefühlt – die Maschinerie hinter der Show und die ganz besondere Stimmung“, beschreibt das über zwei Meter große singende Monster seine Eindrücke. „Ich fühle mich da wirklich mittlerweile so ein bisschen zuhause und irgendwie gehört der ESC ja auch zu dem Leben von Lordi.“

In diesem Jahr trieb Mr. Lordi als geladener VIP-Gast und ESC-Experte sein Unwesen und war zweifelsohne eines der gefragtesten Fotomotive des Abends. So ließ er es sich auch nicht nehmen, die Redakteure in den Kommentatoren-Boxen während dem Voting zu erschrecken – die schwedischen Kollegen machten aus dem Schock eine Tugend und verpflichteten Mr. Lordi kurzerhand als Live-Kommentator . Mit „Hardrock Hallelujah“ hatten die Finnen vor zwölf Jahren ganz offenbar nicht nur einen nachhaltig bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern auch viele Sympathien auf ihre Seite holen können.

Sympathien hegte Mr. Lordi in diesem Jahr insbesondere für seine Landsmännin, Saara Aalto und für den niederländischen Beitrag. „Eine astreine Rock-Hymne, die persönlich exakt meine Geschmack trifft“, so Mr. Lordi. Dass sich der Erfolg der Nummer bedauerlicherweise in Grenzen hielt, überrascht ihn jedoch wenig. „Rock und Metal mit echten Instrumenten gespielt, wird immer eine Außenseiterrolle einnehmen. Das hat man auch an den Ungarn gesehen, die ich ebenfalls wirklich gut fand. Insgesamt muss ich aber sagen, dass der diesjährige ESC recht abwechslungsreich war und deutlich mehr Songs mit Wiedererkennungswert dabei waren als in manchen Jahren zuvor. Für Saara hätte ich mir eine deutlich bessere Platzierung erhofft. Sie ist eine großartige Sängerin und ihr Song war richtig gut. Das hat mich überrascht, dass sie nicht besser abschneiden konnte.“

Wenig überrascht hat Mr. Lordi hingegen der Sieg Israels. „Ich habe zwar keine verf... Idee, was sie da gesungen hat, aber der Song ist modern und geht ins Ohr und Netta ist eine coole Frau mit coolem Outfit und Persönlichkeit. Das, was sie macht, ist absolut am Puls der Zeit. Ich habe mir schon im Vorfeld gedacht, dass sie mit die besten Chancen haben wird, neben Estland, auf die ich persönlich echt viel gesetzt habe. Gar nicht auf dem Schirm hatte ich dafür Österreich. Der Song hat mich so gar nicht abgeholt und ich war komplett baff, dass der eine so hohe Platzierung bekommen hat.“

Im Jahr 2006 sind die finnischen Monster-Rocker LORDI in aller Munde. Mit Charme, mitreißenden Melodien und ebenso aufwändigen wie kuriosen Kunststoff-Monsterkostümen rockte sich die unkonventionelle Formation in den Fokus Europas. Mit einem neuen Album und neuen Kostümen melden sich die Skandinavier nun zurück. In zwei Wochen erscheint ihre neue CD „Sexorcism“. Sie ist, was erwartet man anderes von den Monstern aus Nordfinnland, ein sehr delikates Stück Musik geworden. Am Freitag, 26. Oktober, tritt Lordi VAZ in Burglengenfeld auf.


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