05.03.2018, 16:02 Uhr

„Der wilde Mohn“ „Jazz is back in town“ – Sabine Seide singt in Amberg

(Foto: Tina Gauff)(Foto: Tina Gauff)

Am Dienstag, 20. März, um 20 Uhr, heißt es im Casino Saal wieder „Jazz is back in town“ – dieses Mal mit Sabine Seide (Gesang), Tino Derado (Tasten) und Henning Sieverts (Cello).

AMBERG Rot ist „Der wilde Mohn“. Rot, betörend, ja überbordend reich an Möglichkeiten und Gefahren im Genuss zur gleichen Zeit. Die Farbe Rot ist auch sinnfälligster Ausdruck der verschwenderisch rauschhaften Liebe und energiegeladener Freude. Davon inspiriert erblühen auf dem zweiten Album der Wahl-Nürnberger Komponistin und Sängerin Sabine Seide mit dem Titel „Der wilde Mohn“ die lebens- und liebesbejahenden Lieder des neuen Programms ihrer Band SEIDE. Es sind definitiv alles andere als stromlinienförmige Songs anglo-amerikanischer Tradition, obwohl sie virtuos mit den Klangfarben und Texturen des Jazz und des Pop spielen. In vielfältiger, ja raffiniert pfiffiger Weise schließen sie an deutsche Liedtraditionen an, an populäre wie kunstliedhafte. Das in deutscher Sprache geschriebene Album klingt nicht nur hervorragend in den Programmen fantasiebegabter Pop- und Jazzradio-Stationen, sondern bezaubert ganz besonders auch das Live-Publikum. Denn Sängerin Sabine Seide ist durch und durch eine Bühnenpersönlichkeit. Mit stets angemessener Dramatik, opernhafter Grandezza und schauspielerischer Finesse vermag sie die großen, tiefen Gefühle auch zwischen den Stücken „darzustellen“, die ganz eminent die Essenz ihrer Lieder bilden. Bei dieser „Inszenierung“ wird sie kongenial unterstützt durch ihren Pianisten und Ko-Komponisten Tino Derado und umschmeichelt von den wunderbaren Cellotönen von Henning Sieverts.

Es sind Lieder wie das hitverdächtige „Flug in den Mai“, das poetische „Traumländer“ oder aber das nur an der Oberfläche naiv-verspielte „Gelegentlich“, die den Zuhörer eintauchen lassen in die Welt des wilden roten Mohns, in das Spannungsfeld zwischen Entgrenzung und vorwärtsschreitender Rebellion, zwischen Verlöschen und Aufbruch. Als heimliche Schmuggelware im deutschen Programm findet sich zudem und als einziger Coversong der bekannte Lieblingsschlager „Volare“ aus dem Kanon der deutschen Italienliebhaber.

Karten sind zum Preis von 17 Euro in der Tourist-Information unter der Telefonnummer 09621/ 10-1233 per Mail an tourismus@amberg.de sowie an der Abendkasse erhältlich.


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