21.02.2018, 23:23 Uhr

Buch erschienen Schreibwerkstatt hat „keine Leichen im Keller“

Die Leiterin der „Kreativen Schreibwerkstatt“ und Mentorin des Projekts, die Regensburger Autorin Barbara Krohn, gratulierte den Jugendlichen ganz herzlich. Foto: JAS-Gymnasium Nabburg (Foto: JAS-Gymnasium Nabburg)Die Leiterin der „Kreativen Schreibwerkstatt“ und Mentorin des Projekts, die Regensburger Autorin Barbara Krohn, gratulierte den Jugendlichen ganz herzlich. Foto: JAS-Gymnasium Nabburg (Foto: JAS-Gymnasium Nabburg)

Schulleiter Christian Schwab durfte die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums zu einer ganz besonderen Autorenlesung begrüßen. Zu Gast war die Gruppe der kreativen Schreibwerkstatt.

NABBURG Diese findet im Rahmen der Regensburger Schülerakademie statt und hier können interessierte und begabte Schüler zusätzlich zum Regelunterricht Kurse verschiedener Fachrichtungen belegen. Bereits seit 2015 besucht Maria Bittner, Schülerin der zwölften Jahrgangsstufe des JAS-Gymnasiums, diese Schreibwerkstatt, die von der Regensburger Autorin Barbara Krohn geleitet wird, Zusammen mit Studienrätin Beate Birkmann organisierte die Schülerin diese schulische Veranstaltung, um ihren Mitschülerinnen und Mitschülern das beeindruckende Ergebnis eines außergewöhnlichen Schreibprojekts zu präsentieren. Nachdem sich im Laufe der Zeit eine begeisterte Gruppe von fünf jungen Autorinnen und Autoren zwischen 15 und 18 Jahren gefunden hatte, entstand die Idee, nicht nur kleinere kreative Schreibaufgaben zu bearbeiten, sondern mit Unterstützung ihrer Mentorin Barbara Krohn ein „richtiges“ Buch zu verfassen. „Die Schüler waren von Anfang an voll motiviert und haben sogar in Blockseminaren in den Ferien an ihrem Buch weitergearbeitet, als wir gemerkt haben, dass uns die Zeit davonläuft“, erzählte Barbara Krohn.

Das Buch besteht aus fünf Geschichten, die jeweils die Geschichte von einem Bewohner eines Mietshauses erzählen. Außerdem gibt es die Figur des Hausmeisters, der als Bindeglied zwischen den einzelnen Handlungssträngen dient. Des Weiteren verbindet die Charaktere, dass sie alle im Keller des Hauses merkwürdige Dinge erleben. Die Geschichten sind äußerst fantasievoll geschrieben und durch die Suche nach der eigenen Identität verbunden. Jede Figur muss sich einer besonderen Aufgabe im eigenen Leben stellen und gegen andere durchsetzen. Hierbei spielen häufig die eigene Vergangenheit oder Ereignisse in den Familien eine wichtige Rolle. So findet sich zum Beispiel Karin, die Perfektionistin, die von ihrem Stiefsohn gehasst wird, in der Vergangenheit ihrer Familie wieder. Der kleine Nick, der gerne Fußball spielt, reist in die Vergangenheit seines geliebten, aber bereits verstorbenen Großvaters. Edi, der so genannt wird, weil er einen Edeka-Markt besitzt, gelangt durch ein geheimnisvolles Buch ins alte Rom, Ellen findet sich in einem Wald mit sprechenden Tieren wieder und Student Rocky muss sich der Aufgabe stellen, in einer Welt voller unerfüllter Kinderwünsche als „Wünscher“ nicht zu versagen.

Neben dieser kreativen Leistung mussten sich die fünf Autoren aber auch Gedanken dazu machen, wie sie den Plan der Veröffentlichung realisieren können. „Ein Cover musste ausgesucht werden, ein Verleger musste sich bereit erklären und auch die Finanzierung stellte die Gruppe vor eine Herausforderung“, erinnerte sich Maria Bittner.

Krohn wies zum Schluss noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass jeder Interessierte herzlich willkommen sei und die Deutschnote keine Rolle für eine Aufnahme in der Schreibwerkstatt spiele.

Übrigens: „Keine Leichen im Keller“ ist bereits das vierte Buch, das im Rahmen der Schreibwerkstatt unter Leitung von Barbara Krohn entstanden ist. Erworben werden kann es für 14,90 Euro in den Regensburger Buchhandlungen.


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