20.12.2017, 12:56 Uhr

„Versprechen eingelöst“ Die Nepomuk-Statue in Dietldorf ist restauriert

Ludwig „Wigg“ Bäuml aus Kallmünz hat die Dietldorfer Nepomuk-Statue restauriert. Gute gelungen, befanden Stadtbaumeister Franz Haneder und Stadtrat Andreas Beer. (Foto: Stadt Burglengenfeld)Ludwig „Wigg“ Bäuml aus Kallmünz hat die Dietldorfer Nepomuk-Statue restauriert. Gute gelungen, befanden Stadtbaumeister Franz Haneder und Stadtrat Andreas Beer. (Foto: Stadt Burglengenfeld)

Der Kallmünzer Künstler Ludwig „Wigg“ Bäuml hat im Auftrag der Stadt Burglengenfeld die Nepomuk-Statue am westlichen Ufer der Vils restauriert. Damit, so Bürgermeister Thomas Gesche, „haben wir ein Versprechen eingelöst, das wir im Zuge der Instandsetzung der Vils-Brücke im vergangenen Jahr gegeben haben“.

BURGLENGENFELD Die Nepomuk-Figur stammt aus dem 19. Jahrhundert; sie war zuletzt vor beinahe 30 Jahren restauriert worden. „Wigg“ Bäuml, freischaffender Künstler und Kirchenmaler-Meister, hat der Statue jetzt nicht nur mit geübter Hand einen neuen Farbanstrich verpasst, sondern auch feine Korrekturen am Holzschnitt vorgenommen. Aufmerksamen Beobachtern wird daher auffallen, dass der Heilige Nepomuk nicht mehr gar so grimmig dreinschaut, wie in den vergangenen Jahrzehnten. Stadtbaumeister Franz Haneder bedankte sich bei Bäuml zusammen mit Stadtrat Andreas Beer für die „professionelle Arbeit“. Rund 2.000 Euro habe die Restaurierung gekostet. Die Dietldorfer Dorfgemeinschaft hatte dem Gemäuer um die Statue bereits im Vorfeld einen neuen Farbanstrich verpasst.

Blick in die Geschichte

Adolf Weiß (†) hat für die Stadtverwaltung im Jahr 2013 aufgeschrieben, dass die Nepomuk-Figur aus dem 19. Jahrhundert stammt. Bei der Hochwasserkatastrophe 1909 wurde sie Opfer der Naturgewalten, trieb die Vils abwärts, konnte aber gerettet werden und kam zur Aufbewahrung in die alte Pfarrscheune. Mitte der 1970er Jahre sei die Figur mit finanzieller Unterstützung von Johann Weiß und dank des handwerklichen Geschicks von Andreas Beer sen. sowie Albert Späth wieder vor dem Pfarrgarten aufgestellt werden. Im Zuge der Restaurierung durch Elisabeth Pach verlegte man die Statue 1990 an ihren jetzigen Standort. Das Kunstwerk erinnert wie Tausende seiner Art in Bayern und in Böhmen an den Generalvikar des Erzbistums Prag, der – so die Legende – wegen Wahrung des Beichtgeheimnisses, vom jähzornigen König Wenzel IV. verurteilt, 1393 in der Moldau ertränkt worden ist. Daher wird der Hl. Nepomuk als Patron der Flößer, der Müller, der Beichtväter verehrt.


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