10.12.2020, 08:27 Uhr

Advent in der Domstadt Budenzauber in der Regensburger Altstadt bringt ein wenig Weihnachtsstimmung

In der Altstadt verteilt wurden elf Buden aufgestellt. Foto: Kathrin LechlIn der Altstadt verteilt wurden elf Buden aufgestellt. Foto: Kathrin Lechl

Normalerweise würden sich Anfang Dezember die Regensburgerinnen und Regensburger – und auch viele Menschen von außerhalb – auf einem der Christkindl- und Weihnachtsmärkte verabreden. Sie würden Glühwein oder Kinderpunsch trinken, eine Bratwurstsemmel oder einen Germknödel essen und das ein oder andere Geschenk kaufen. Normalerweise – in Corona-Zeiten ist auch das etwas anders.

Regensburg. Nur elf Christkindlmarktbuden gibt es 2020 in der Regensburger Altstadt – auf dem Neu-pfarrplatz, dem Kassiansplatz und vor dem Haus der Bayerischen Geschichte. Und über denen schwebt immer auch die Angst, die Sieben-Tage-Inzidenz könnte über den Schwellenwert von 200 steigen. Dann nämlich ist es auch vorbei mit diesen elf Buden.

„Einige der traditionellen Christkindlmarktbeschicker haben sich bereiterklärt, bis zum 23. Dezember ihre weihnachtlichen Waren anzubieten. Ob handwerkliche Artikel, Geschenke, Weihnachtsdeko oder Kunsthandwerk – auf die Kundschaft wartet ein breites Spektrum an attraktiven Waren. Ergänzt wird das Angebot von jeweils einem Imbissstand pro Standort“, schildert die Stadt in einer Pressemitteilung das Konzept, das man erarbeitet hat. Vor dem Haus der bayerischen Geschichte zum Beispiel hat die Festwirtsfamilie Hahn ihren Stand aufgebaut: „Hausgemachtes vom Dult-Festwirt gibt es sonst auch auf dem Christkindlmarkt am Neupfarrplatz. Dieses Jahr ist vieles anders und doch muss man nicht auf alles verzichten“, so lautet das Motto. Schmankerl, wie zum Beispiel die traditionelle Wildschweinbratwurst oder die beliebten Kasspatzn gibt es hier – auch eine hausgemachte vegane Bio-Kürbissuppe und der Weihnachts-Regensburger von Küchenchef Philipp Keller werden angeboten.

Seitens der Stadt ist man froh, wenigstens eine kleine Alternative zu den vielen schönen Märkten zu schaffen: „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit diesem Angebot, der Pandemie zum Trotz, vorweihnachtliche Adventsstimmung in die Stadt zu bringen“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Der Advent im christlichen Sinn hat Hoffnung in die Welt gebracht. Wir wollen das aufgreifen und ebenfalls damit ein Zeichen der Hoffnung setzen, dass wir auch die Herausforderung der Pandemie bewältigen werden, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Die Stadt wolle so den Standort Altstadt stärken „und wenigstens einen kleinen Beitrag zur Unterstützung sowohl der Altstadtkaufleute als auch der Schausteller leisten“.

Maltz-Schwarzfischer appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die Hygienemaßnahmen, die Abstandsregeln und auch die Maskenpflicht zu beachten. „Ich bin mir sicher, dass dies der Vorfreude auf das Fest keinen Abbruch tut und einen Besuch unserer wunderschönen Innenstadt nur unwesentlich einschränkt“, so die Oberbürgermeisterin.

Für zusätzliche Weihnachtsstimmung sorgt auch die Beleuchtung: Straßen, ausgewählte Gebäude, Schaufenster und natürlich auch die Weihnachtsbuden leuchten um die Wette im vorweihnachtlichen Glanz. Vor dem Alten Rathaus steht wieder ein Christbaum – so wie es eben Tradition ist in der Domstadt. Keine Frage – das Coronavirus ist präsent, aber man will sich nicht komplett geschlagen geben, auch wenn wir im Advent 2020 auf einige liebgewonnene Dinge verzichten müssen. „Auf zahlreichen Plätzen, wie etwa vor dem Alten Rathaus, auf dem Neupfarrplatz oder dem Arnulfsplatz, erstrahlen die traditionellen Weihnachtsbäume. Die Weihnachtsbeleuchtung in den einzelnen Gassen und Straßenzügen wird, wie auch in den vergangenen Jahren, von den Straßengemeinschaften der jeweils dort ansässigen Einzelhändler und Gastronomen organisiert“, so die Stadt. „Mein Dank gilt allen, die dazu beitragen, dass die Altstadt sich so festlich herausgeputzt hat“, so Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer. Da, wo wegen Corona Deckungslücken entstehen, ersetzt die Stadt diese auf Antrag bis zu einer Höhe von 1.000 Euro je Straßengemeinschaft.


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