30.11.2020, 23:14 Uhr

Kommunalpolitik Die JU fordert eine Partywiese in Regensburg

 Foto: Isabella Rastorfer Foto: Isabella Rastorfer

In der vergangenen Kommunalwahl forderte die Junge Union ein Festivalgelände für Regensburg. Die Bezirkshauptstadt müsse auch Zentrum junger Kultur der Region sein und eine Open-Air-Veranstaltungsfläche für kulturelle Events bieten.

Regensburg. Durch die Corona-Pandemie wurde das Thema vorerst zurückgestellt. Auch in absehbarer Zukunft wird es voraussichtlich keine Großveranstaltungen geben können. Nun brachte der JU-Vorsitzende Tim Helmes das Thema erneut in die politische Diskussion ein. Allerdings mit einer neuen Intention.

Weil Restaurants, Bars und Discos geschlossen werden mussten, bräuchte es nun entsprechende Alternativen. Hinzu kommt, dass zum Schutz der Altstadtanwohner vor Lärmbelästigung neuerdings in allen öffentlichen Grünanlagen ein Verbot elektronisch verstärkter Musik gilt und, dass auf den bei Jugendlichen beliebten Flächen der Jahninsel und des Grieser Spitz ab 23 Uhr ein Betretungsverbot herrscht. Diese Maßnahmen führten im Sommer dazu, dass die Jugendlichen auf städtischen Plätzen feierten und dort die Musik aufdrehten.

Deshalb greift die JU ihr Thema jetzt wieder auf, und fordert für kommendes Jahr eine Partywiese für Regensburg. „Durch die ergriffenen Maßnahmen wurde das Lärmproblem verlagert statt gelöst. Gerade wegen der Pandemie müssen wir Flächen schaffen, auf denen die Regensburger an der frischen Luft gemeinsam feiern können“, so Helmes.

Der Vorstoß kommt aber nicht überall gut an. Gegner des Antrags befürchten vor allem eine zentrumsferne Lage der Freizeitfläche. „Wir müssen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen. Natürlich sollte eine Partywiese nicht direkt an Wohngebäude angrenzen. Wir setzen uns aber dafür ein, dass ein gut erreichbares, zentrales Gelände hierfür ausgewählt wird“, so der stellvertretende JU-Vorsitzenden Matthias Swaczyna.

Helmes brachte das Thema gemeinsam mit seiner Stadtratskollegin Kathrin Fuchshuber in die Regierungskoalition ein. Sie möchten die Stadtverwaltung dazu auffordern, zeitnah die möglichen Flächen zu prüfen, sodass ab dem Frühjahr 2021 eine Nutzung möglich wird.


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