30.09.2020, 10:50 Uhr

Am 7. November „Sand“ – die „AidsTanzBenefiz-Vorstellung“ des Theaters Regensburg

Kinder des Kinderheims Elonwabeni, Kapstadt. Foto: KinderAIDSHilfe SüdafrikaKinder des Kinderheims Elonwabeni, Kapstadt. Foto: KinderAIDSHilfe Südafrika

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember will Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS fördern und der Diskriminierung entgegenwirken. Auch erinnert der Tag jährlich an all die Menschen, die an den Folgen der Infektion verstorben sind. Am Theater Regensburg wurde mit der „AidsTanzGala“ 17 Jahre lang der internationale Tanz zelebriert.

Regensburg. Hochkarätige Künstlerinnen und Künstler traten ohne Gage auf, Regensburger Firmen und Privatpersonen förderten die Gala durch Geld- und Sachspenden. Mit über 258.000 Euro Spenden konnten so schon Projekte in Indien, Südafrika, der Ukraine und Regensburg unterstützt werden. 2020 kann die zur Tradition gewordene Gala erstmals nicht in gewohntem Umfang stattfinden – eine Zusammenkunft von Tänzerinnen und Tänzern aus unterschiedlichsten Ländern ist in Pandemie-Zeiten leider unmöglich. Dennoch waren sich die Kooperationspartner schnell einig: Es muss einen Ersatz geben, da die geförderten Aids-Hilfsprojekte dringend weiterhin Spenden benötigen.

Und so freut sich das Theater sehr, dass die Vorstellung des neuen Tanzabends von Georg Reischl („Sand“ / Premiere am 31. Oktober) am 7. November als „AidsTanz-Benefiz-Vorstellung“ stattfinden wird! (VVK ausschließlich über den Jazzclub Regensburg e.V.) Die „AidsTanzBenefiz-Vorstellung“ steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Prof. Bernd Salzberger (Universität Regensburg) und kommt dem schon mehrfach geförderten Projekt „Elonwabeni“ (Ort des Glücklichseins) der „KinderAIDShilfe Südafrika“ zu Gute. Am Benefizabend, an dem Georg Reischls neueste Choreographie „Sand“ zu erleben sein wird, berichtet eine Vertreterin der „KinderAIDSHilfe Südafrika“ über „Elonwabeni“ und Prof. Salzberger gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen der HIV-Forschung.

Der Arbeitskreis der „KinderAIDShilfe“ wurde von der Südafrikanerin Denise Landes und ihrem Mann Rolf Landes im November 2001 in Regensburg gegründet. 2004 wurde aus Spendenmittel ein Haus in Kapstadt gekauft und das Kinderheim „Elonwabeni“ eröffnet. Inzwischen besitzt die Stiftung „KinderAIDSHilfe Südafrika“ fünf Häuser und gibt circa 30 Kindern ein sicheres Zuhause.

Der Vorverkauf auf Spendenbasis läuft exklusiv über den Jazzclub Regensburg e.V., unter der Telefonnummer 0941/ 563375 oder per Mail an info@jazzclub-regensburg.de.

Zum Tanzabend des Regensburger Chefchoreographen Georg Reischl – „Sand“

Das Thema „Sand“ weckt vielfältige Assoziationen: Strände. Erholung. Auf Sand mit nackten Füßen laufen, aber auch ungewohnte Herausforderungen für den Bewegungsapparat. Sandstrände passen sich den Küsten an, dem Meer, dem Wind und formen sich um. Georg Reischl zeigt in seinem ersten Tanzabend der Saison, wie sich Systeme verändern – in der Natur und in der Gesellschaft. Gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern erforscht er diese Veränderungen, die in den Bewegungen sinnlich sichtbar werden. Sand als Metapher für Natur wird auch vom Menschen ausgebeutet. Wir verkaufen die Erde, den Sand und machen sie so zu einem Wirtschaftsgut. Bei den größten Diebstählen, die kaum thematisiert werden, ist Sand die Beute. Ausstatter Michael Lindner hat für diesen Abend eine Bühne geschaffen, die die Natur auf die Bühne holt und somit zum Ausstellungsgegenstand macht. Reischl hat für seine Choreographie Musik des Komponisten Nils Frahm ausgewählt. Frahms neoklassisch inspirierte Werke kombinieren minimalistische Klänge mit dem klassischen Instrument Klavier, mal kontemplativ gespielt, aber auch hymnisch und ekstatisch.


0 Kommentare