24.09.2020, 09:43 Uhr

Zwischennutzung Startschuss für das Projekt „Kunst_Lücke“ auf dem Kepler-Areal mit dem Zeichner Roland Holzer

Einige der beteiligten Künstlerinnen und Künstler in einer der beiden Buchten: Stefanie Reichenberger, Roland Holzer, Maria Kurzok und Michaela Lautenschlager. Foto: Stadt Regensburg/Friedemann BauknechtEinige der beteiligten Künstlerinnen und Künstler in einer der beiden Buchten: Stefanie Reichenberger, Roland Holzer, Maria Kurzok und Michaela Lautenschlager. Foto: Stadt Regensburg/Friedemann Bauknecht

Die kulturelle Zwischennutzung des Kepler-Areals startet am Samstag, 26. September, und damit auch das Projekt „Kunst_Lücke“. Das Kulturreferat der Stadt Regensburg stellt dabei feste Bereiche des Areals für Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung und hat in diesem Zusammenhang einen künstlerischen Wettbewerb ausgeschrieben.

Regensburg. Ab dem 26. September sind auf der Fläche im zweiwöchigen Rhythmus die Arbeiten der von einer Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Den Anfang macht der Regensburger Zeichner, Illustrator und Dozent Roland Holzer.

Kulturreferent Wolfgang Dersch freut sich bereits auf das Projekt: „Die ,Kunst_Lücke‘ verspricht ein inhaltlich spannendes und vielfältiges Projekt zu werden, das viel Raum für Kreativität bietet. Und es ist eine weitere Aktion, mit der wir den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Arbeit an einem markanten Ort öffentlich zu präsentieren.“

„Mapping The Kepler“

Roland Holzer möchte mit seinem Projekt „Mapping The Kepler“ einen Erinnerungs- und Ideenort schaffen. Dies wird durch die Kartografierung des Ortes als eine sogenannte Concept-Map realisiert. Mittels Zeichnungen und Text werden Erinnerungen, Informationen und Erzählungen gesammelt, visualisiert und verknüpft. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich eine reizvolle Karte, in der Zeitebenen verwoben, Ideen archiviert, neue Zusammenhänge hergestellt werden – eine spannende Möglichkeit, mit den Augen durch die Karte zu wandern und neue Perspektiven einzunehmen.

Roland Holzer (geboren 1984 in Regensburg) hat Illustration und Kommunikationsdesign an der Münster School of Design studiert. Nach seinem Abschluss gründete er mit seiner Frau eine Agentur für Corporate-Publishing und arbeitete dort hauptsächlich als Illustrator und Konzepter. Nebenbei entstanden viele eigene freie Comics und Zines. Seit einem Umzug nach Regensburg 2017 arbeitet er verstärkt an freien Projekten und lehrt als Dozent Kommunikationsdesign und freies Zeichnen. In seinen Arbeiten verbindet Holzer freie, intuitive Zeichnungen mit assoziativen Texten und schafft so ungeahnte Text-Bild-Kombinationen. Inhaltlich verschwimmen die Grenzen zwischen realen Beobachtungen und fiktiven Möglichkeiten, große Themen spiegeln sich in unscheinbaren Alltagsszenen.

„Kunst_Lücke“: ein Ort zum Gestalten

Ausgangspunkt für das Projekt „Kunst_Lücke“ war die Idee des Kulturreferats, Künstlerinnen und Künstlern einen temporären Ort zur Gestaltung zu bieten und gleichzeitig den öffentlichen Raum mit Kunst zu füllen. Bei der Fläche handelt es sich konkret um zwei sich schräg gegenüberliegende Buchten aus Bauzäunen, die jeweils sechs mal sechs Meter groß sind und mit Holz verkleidet werden. Neben den beiden Buchten sind auf einer Länge von zwei mal sechs Metern ebenfalls mit Holz verkleidete Bauzäune angebracht, die auch miteinbezogen werden.

Die „Kunst_Lücke“ wird alle zwei Wochen neu gestaltet. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind: Roland Holzer, Maria Kurzok, Alexander Rosol, Michaela Lautenschlager, Barbara Sophie Höcherl sowie Stefanie Reichenberger und Jörg Haala. Von Action-Painting und Installationen bis hin zu grafischen Arbeiten und Malerei – in den nächsten drei Monaten ist auf dem Kepler-Areal eine breite Palette an Kunstformen geboten. Die Öffnungszeiten der „Kunst_Lücke“ sind identisch mit denen des gesamten Areals: sonntags bis mittwochs von 11 bis 20 Uhr und donnerstags bis samstags von 11 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.regensburg.de.

Bauprojekt „kepler+“ macht Zwischennutzung möglich

Die kulturelle Zwischennutzung des Kepler-Areals wurde möglich, weil das Bahnhofsumfeld in den nächsten Jahren umgestalten wird. Bevor diese Baumaßnahmen beginnen, stellt die Stadt Regensburg die 4.500 Quadratmeter große Fläche des Kepler-Areals drei Monate lang für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung. Im Frühjahr 2021 wird das Bauprojekt „kepler+“ mit dem Bau des Interims-ZOBs auf dem Kepler-Areal erstmals im öffentlichen Raum sichtbar. In den kommenden Jahren werden insgesamt rund 80.000 Quadratmeter zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz neu geplant und bebaut – weit mehr, als die Fläche des Kepler-Areals. Alle Hintergründe und aktuelle Informationen zu „kepler+“ sowie zur Zwischennutzung sind auf der neu gestalteten Projektwebsite zu finden im Internet unter www.regensburg.de.


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