08.09.2020, 14:52 Uhr

Theater Regensburg Erfolgreiche Saisonbilanz zum Spielzeitstart

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Jährlich bittet „Die deutsche Bühne“ 60 Autorinnen und Autoren um ihre Abstimmung zu den besten Inszenierungen und spannendsten Theatern der zurückliegenden Theatersaison. Auf den vorzeitigen Abbruch der Spielzeit durch die Corona-Pandemie reagierte das Fachmagazin mit einer neuen Bewertungskategorie – dem „Format im Shutdown“, in dem sich das Theater Regensburg den zweiten Platz mit den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Theater Göttingen teilt.

Regensburg. Zum vierten Mal in Folge rangiert das Theater Regensburg außerdem in den Top 3 der Kategorie „Abseits der Zentren“. Hier teilt es sich den 2. Platz mit dem „neuen theater“ in Halle und dem Theater Hagen. Die positive Bilanz der Kritikerumfrage wird von erfolgreichen Auslastungszahlen (92,23 Prozent) und einer Besucherzahl von 112.983 Personen bis zum Shutdown begleitet. Und nun heißt es nach über sechs Monaten verwaister Spielstätten endlich wieder: Spielzeitstart! Der Vorverkauf für die September-Vorstellungen startet am 9. September.

„Ein exzellentes Gesamtergebnis“, heißt es zur Einordnung des Theaters Regensburg in der Saisonbilanz des Fachmagazins „Die deutsche Bühne“ im Rückblick auf die Spielzeit 2019/20: Zwei zweite Plätze in den Kategorien „Abseits der Zentren“ und „Format im Shutdown“ für die Online-Inszenierung von „Patricks Trick“ im Jungen Theater und das virtuelle Rechercheprojekt „Auftritt DEMOKRATIE!“ werden begleitet von Nennungen für die Sparten „Tanz“ (Georg Reischls „Juke Box Heroes“) und Schauspiel („Oslo“ in der Regie von Klaus Kusenberg) und einer Nennung für die Gesamtleistung des Hauses.

Dem Nürnberger Autor Florian Welle hat es besonders die Regensburger Opernsparte angetan: „Was Intendant Jens Neundorff von Enzberg seit Jahren in Regensburg gerade im musikalischen Bereich jenseits ausgetretener Pfade auf die Beine stellt, verdient höchsten Respekt. So stand in dieser Spielzeit die Barockoper ,La fida ninfa‘ von Vivaldi auf dem Programm sowie die Uraufführung einer Oper über Beethoven: ,Minona‘ des Esten Jüri Reinvere. Neundorff von Enzberg wechselt zur Spielzeit 2021/22 nach Meiningen und Eisenach.“

Und Petra Mostbacher-Dix schreibt über das partizipative Projekt „Auftritt Demokratie!“: „Ein kollektives Rechercheprojekt im virtuellen Raum von Mia Constantine, Nadine Wiedemann und Michael Lindner – interaktiv, zum Querdenken anregend, in diesen Zeiten unerlässlich. Demokratie nimmt Gestalt an!“ Über den Regensburger Tanzchef Georg Reischl urteilt Florian Welle: „Der Österreicher, einst Tänzer bei Forsythe, ist seit dieser Spielzeit Chefchoreograph am Theater Regensburg: obwohl sehr erfahren, seine erste eigene Truppe. Der Weggang seines jungen Vorgängers Yuki Mori wurde bedauert, Reischl jedoch wusste mit seinem an Forsythe geschulten Blick auf den Tanz das Publikum von Beginn an einzunehmen. Die Stücke bestechen durch Freiheit, Freude und Modernität.“

23 Premieren konnten in der „Corona-Spielzeit“ stattfinden, bevor Mitte März der Vorstellungsbetrieb eingestellt wurde. Die 454 Vorstellungen erreichten 112.983 Besucher (darunter 6.000 Abonnentinnen und Abonnenten) bei einer Auslastung von 92,23 Prozent. Hätten sich Besucherzahl und Einnahmen dem Spielzeittrend entsprechend weiterentwickelt, hätte das Theater Regensburg erneut die eigenen Rekorde gebrochen. Die höchste Besucherzahl erreichte „Die kleine Hexe“ in der Regie von Maria-Elena Hackbarth mit 95 Prozent Auslastung und 24.481 Zuschauern im Velodrom. Diesen ersten Platz in der Auslastung teilt sich das Familienstück mit Puccinis „Tosca“ in der Regie von Dominique Mentha, Musikalische Leitung: GMD Chin-Chao Lin.

Durch die Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird das Theaterleben zum Schutz von Gästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch einige Monate unter besonderen Hygienevorkehrungen stattfinden. Außerdem erschweren die sich oft ändernden Auflagen eine langfristige Planung. Das Theater hat sich deshalb dazu entschieden, „auf Sicht zu fahren“ und gestaltet Spielplan und Vorverkauf kurzfristiger als üblich: Der Vorverkauf beginnt jeweils zur Mitte des Vormonats – für Abonnentinnen und Abonnenten immer zwei Werktage vor dem offiziellen Start mit 10-Prozent-Treue-Rabatt. Für die September-Vorstellungen startet der Vorverkauf am 9. September, für Abonnenten bereits am 7. September.

Die geänderten Saalpläne mit reduzierter Sitzplatzanzahl findet man im Internet unter www.theater-regensburg.de. Über die jeweils geltenden Maßnahmen zum Infektionsschutz (Maskenpflicht, Infos zu Catering und Programmheften) informiert das Theater auch immer unter www.theater-regensburg.de. Da das Theaterfest mit seinen über 2.000 Besucherinnen und Besuchern, derzeit noch jedem Hygienekonzept entgegensteht, wurde der Tag der offenen Tür auf das Ende der Spielzeit verlegt. Das Theater Regensburg freut sich, dass sich die Zuschauerräume nach einem halben Jahr endlich wieder mit Leben füllen werden und wünscht einen schönen Spielzeitstart!


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