08.09.2020, 14:28 Uhr

Mischung aus Rock, Pop und Rap „Erwachsen werden“ – ein Album frisch aus dem eigenen Tonstudio

Die sechs Musiker von „Andi Macht & Band“. Foto: Patrick KarlDie sechs Musiker von „Andi Macht & Band“. Foto: Patrick Karl

„Erwachsen werden“ ist ein Thema, das uns alle betrifft. Andreas „Andi“ Mayer, 32 Jahre alt, hat mit fünf Musikern in einem gleichnamigen Album Songs über sein „Erwachsenwerden“ aufgenommen – entstanden ist eine groovige Mischung aus klassischem Rock Pop und modernem deutschem Rap.

Regensburg. Mit 17 Jahren hat Mayer angefangen, allein in seinem Kinderzimmer zu rappen. Damals war Deutschrap sehr beliebt, so richtig ernst genommen hat ihn trotzdem nur sein bester Freund Tom, der heute in Mayers Band „Andi Macht & Band“ Gitarre spielt. Irgendwann lernte Mayer Gitarre, Bass und Piano, kaufte sich mehr Equipment und fing an, eigene Songs zu schreiben. Musik hat er seitdem immer gemacht und ist auch aktuell in mehreren Bands, zum Beispiel bei „Scherbenviertel“.

Aus den vielen Kontakten zu anderen Musikern und aus Freundschaften formierte sich letztes Jahr dann „Andi Macht & Band“. Da jedoch alle Mitglieder mit ihren anderen Bands gut ausgebucht sind, spielt die Gruppe bisher nicht live und das Album „Erwachsen werden“ ist ein reines Studioprojekt. Die Songs sind in den letzten zehn Jahren entstanden und handeln von Themen, die Mayer in diesen Jahren eben so beschäftigten, angefangen vom Feierngehen bis hin zu sozialen Missständen, die aber eher indirekt angesprochen werden. „Man hört, dass ich reifer geworden bin“, meint Mayer dazu. In „Regensburg“ geht es zum Beispiel darum, wie Mayer sich auf der Dachterrasse in seiner damaligen Wohnung in Regensburg vom Geschehen auf der Straße berieseln hat lassen. In der ersten Strophe spricht er die negativen Eindrücke an, in der zweiten dann die positiven.

Das Album sei sehr aufwendig gewesen, erzählt Mayer, er habe alles in Eigenregie geschrieben, aufgenommen und gemischt – in seinem eigenen Tonstudio „Vineyard Recording Studio“ in Bach an der Donau, das er neben seinem Hauptberuf als Lehrer seit zwei Jahren nebengewerblich betreibt. Da das Album während Corona entstand, mussten die Musiker Peter (Bass), Tom (Bass, Gitarre), Manuel (E-Gitarre), Nico (Schlagzeug, Gesang) und Stefan (Piano, Orgel, Synthesizer) bei einigen Liedern teilweise zu Hause ihre Spuren einspielen. Auch wenn die Songs größtenteils schon fertig geschrieben waren, konnten die Bandmitglieder ihre eigene Kreativität mit einbringen: „Andi hat jedem den kreativen Lauf gelassen“, erzählt Gitarrist Tom. Zusammen mit Tom, den er seit der fünften Klasse kennt, hat Mayer das Stück „Wahre Freundschaft“ geschrieben, das auch auf dem Album zu hören ist und zu dem es bereits ein Musikvideo gibt.

Mehr Videos seien in Planung, so Mayer, mehr habe er aber erst einmal nicht vor, möchte aber nicht ausschließen, dass einzelne Songs oder in ein oder zwei Jahren das nächste Album folgen. „Ein Auftritt beim Bürgerfest wäre cool“, meint Mayer. „Mein Ziel ist, dass mir meine Musik, wenn ich sie mit 70 höre, immer noch taugt“, erklärt der Musiker, der privat viel Austropop wie Wolfgang Ambros, Wanda oder Falco hört. Das Feedback, das er bisher von anderen Musikern bekommen habe: „Die finden‘s alle geil“. Mayer habe sich einfach ausgetobt und nicht verbogen, eben „unzensiert und wahr“, wie das erste Lied auf der CD beschreibt. Effekte gibt es bis auf Autotune nur wenige, das gefällt Mayer als Kontrast zum handgemachten Stil ganz gut. Wer Lust auf „Andi Macht & Band“ bekommen hat, kann der Band auf Instagram folgen, auf Youtube in die Songs reinhören oder im Internet unter www.vineyard-recording-studio.de vorbeischauen und für 15 Euro eine CD bei Mayer bestellen.


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