26.08.2020, 21:30 Uhr

Reparatur der Hauptmotoren Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert das Museumsschiff MS Freudenau in Regensburg

Museumsschiff „MS Freudenau“ in Regensburg. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/WagnerMuseumsschiff „MS Freudenau“ in Regensburg. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

Das Donau-Schifffahrts-Museum in Regensburg macht die Geschichte der Donauschifffahrt erlebbar.

Regensburg. Für die Reparatur der beiden Deutz-Hauptmotoren des Museumsschiffs „MS Freudenau“ stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zweckgebundener Spenden sowie der Erträge der Lotterie Glücksspirale 20.000 Euro zur Verfügung. Damit können die Pleuellager erneuert werden. Das Museumsschiff gehört nunmehr zu den über 420 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Glücksspirale allein in Bayern fördern konnte.

Die „MS Freudenau“ ist seit 2004 als bewegliches Denkmal in die bayerische Denkmalliste eingetragen. Sie ist der letzte erhaltene Vertreter einer einst 22 Einheiten umfassenden normierten Schlepperserie. Die Boote wurden in den 1940er Jahren nach einem Entwurf der schiffbautechnischen Versuchsanstalt Wien auf mehreren Donauwerften gebaut. Der Typ war so erfolgreich, dass er auch für zahlreiche Nachkriegsschiffe Pate stand. Heute liegt die Freudenau altstadtnah am Marc-Aurel-Ufer in Regensburg als Bestandteil des Donau-Schifffahrts-Museums. Das DSM ist die einzige Einrichtung in Bayern, die die Geschichte der Donauschifffahrt umfassend darstellt.

Das Motorzugschiff „MS Freudenau“ wurde 1942 auf der Linzer Werft für die Erste Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft (DDSG) in Wien gebaut und als sogenannter N-Typ fahrbereit und fahraktiv in das Schiffsregister eingetragen. Das 48,3 Meter lange und 7,2 Meter breite Donauschiff hat einen Tiefgang von anderthalb Metern und eine Leistung von zweimal 550 PS. 1993 wurde das Boot als nicht mehr betriebsbereit abgestellt. Zwei Jahre später kaufte der heutige Eigentümer die „MS Freudenau“ zum symbolischen Preis von 1,20 österreichischen Schilling – einem österreichischen Schilling zuzüglich 20 Prozent österreichischer Mehrwertsteuer.

Im Donau-Schifffahrts-Museum Regensburg befinden sich neben der „Freudenau“ der Schleppkahn „Helga“, eine historische Krananlage und ein historischer elektrischer Schiffsdurchzug an der Steinernen Brücke. Der Reparaturanleger Willi entstand aus einem ehemaligen Arbeitsschiff der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes als zweiter Anleger, sogenannter Steiger. In dem fest angedockten Radzugdampfer „DS Ruthof/Érsekcsanád“, der 1922 erbaut wurde, wird heute die Ausstellung zur Geschichte der Donauschifffahrt präsentiert.


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