20.08.2020, 11:22 Uhr

Melodische Sommermusik Ehemaliger Domspatz mixt jetzt Songs – der nächste Avicii?


Matthias Kuffer (22) alias „Imisc“ produziert Songs im „Chill Summer Dance Music“-Stil. Alle vier Wochen soll ein neuer Song rauskommen.

Regensburg. Matthias Kuffer will durchstarten: Alle vier Wochen soll ein neuer Song erscheinen, jeden Tag arbeitet der junge Musikproduzent neben seinem Studium zum „Music Technology Specialist“ an der „Akademie Deutsche Pop“ in München und einem DJ-Kurs für seine Produktionen. Die ersten drei Songs „Parachute“, „Magic“ und „What I Regret“ kann man bereits auf Spotify und anderen Streaming-Diensten hören.

Mit sechs Jahren begann der heute 22-Jährige mit dem Klavierspielen. Später ging es dann ans Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Diese Zeit beschreibt er als sehr anstrengend, trotz vieler schöner Erlebnisse wie zum Beispiel die Auslandsreise nach Taiwan oder die Endentscheidung in Hamburg bei „Jugend musiziert“. Doch „die klassische Musik war mir schon immer zu unkreativ“, erzählt Matthias Kuffer. Er habe sich auch mehr Publikum in seinem Alter gewünscht. Nach dem Abi ging er erst einmal nach Australien und als er zurückkam, begann er – zunächst hobbymäßig – eigene Songs zu produzieren, und fing ein BWL-Studium an. Doch er merkte immer mehr, dass er sich eigentlich auf die Musik konzentrieren will, und brach das BWL-Studium vor zwei Jahren ab.

„Technisch hatte ich nicht viel Erfahrung“, erinnert sich Kuffer. Erst probierte er viel rum, doch bereits die ersten Gehversuche stellten sich als erfolgsversprechend heraus. Am Anfang stehe immer eine Hauptmelodie, erklärt Kuffer. Die spielt er dann mit Hilfe eines Programms ein, auch andere Instrumente und Effekte kann er mit dem Klavier erzeugen. So entstehen nach und nach viele verschiedene „Spuren“, die er zu einem Song zusammenfügt und für die nächsten Projekte speichern kann. „Mein letztes Projekt besteht zum Beispiel aus 190 Spuren“, erklärt der Produzent.

Kuffer komponiert und produziert seine Songs also selbst, doch für den Gesang holt er sich lieber andere ins Boot. „Selbst will ich eigentlich nicht singen“, schmunzelt er. „Dafür nutze ich eine Website, auf der Produzenten Sänger suchen oder andersrum.“ Die einzige Herausforderung dabei sei teilweise die Kommunikation, weil man nicht mal eben zusammen was ausprobieren kann. Vor allem nicht, wenn der Sänger wie im aktuellen Projekt aus Italien kommt und noch sprachliche Barrieren hinzukommen. Oft werden Spuren dann hin- und hergeschickt – so lange, bis dann letztlich alles passt. Auch seine Musikvideos lässt er über die Website erstellen, etwa 40 Euro kostet so ein Video, berichtet der junge Produzent.

Seine Musikrichtung beschreibt Kuffer als eine Mischung aus Avicii, Kygo und Robin Schulz: melodische Sommermusik oder in seinen Worten „Chill Summer Dance Music“, eine Art Mix aus EDM und Tropical House. Seinen eigenen Stempel baut sich der 22-Jährige durch viele Emotionen in den Songs zusammen, durch eine Melancholie, „die sich in der Stimmung steigert“. Denn „die Message soll immer happy sein“, so Kuffer. So entstand auch sein Künstlername „Imisc“ aus dem englischen „I“ (deutsch: „ich“) und dem lateinischen „miscere“ (deutsch: „mischen“). Das sei zweideutig, erklärt Kuffer: „Ich mische Songs, aber ich mische auch Stile.“

Sein Traum ist es, von seiner Musik leben zu können und sie im Radio zu hören. Und natürlich als DJ seine eigenen Songs aufzulegen. „Du brauchst ein Lied, das durchschlägt“, erklärt der 22-Jährige seine Strategie zum Erfolg. Bis es soweit ist, spielt er in einer Bar in München am Klavier oder tobt sich auf Social Media mit Cover aus. Seine Kreativität nutzt er nicht nur für seine Kompositionen, auch seine Website, sein Logo und seine Songcover hat er selbst designt. Viel Freizeit bleibt ihm da nicht, doch man merkt: Der ehrgeizige 22-Jährige hat sehr viel Spaß an seiner Musik.

In die ersten Songs kann man auf den gängigen Plattformen, zum Beispiel auf Spotify oder Youtube, reinhören. Mehr Infos zu neuen Songs und alle Neuigkeiten gibt es im Internet unter www.imiscmusic.com und auf seinem Instagram-Kanal @imiscmusic.


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