13.08.2020, 16:03 Uhr

Vier Aktionen Erfolgreiches Ferienprogramm des Trachtenvereins Regensburg „Stamm“

 Foto: Erich Tahedl Foto: Erich Tahedl

Seit 1977 nehmen Kinder, Jugendliche und Betreuer aus dem Trachtenverein Regensburg „Stamm“ am Gaujugendzeltlager des Gauverbandes Oberpfalz teil. Leider musste das Lager dieses Jahr corona-bedingt abgesagt werden. Viele Eltern zeigten sich deshalb sehr erfreut, dass die Jugendleitung des Vereins ein viertägiges Ferienprogramm organisierte.

Regensburg. Der erste Tag führte die über zwanzig Teilnehmer mit ihren Betreuern nach Kelheim. Von dort wanderte man, vorbei an der Befreiungshalle, zum Kloster Weltenburg. Die Donauüberquerung mittels einer Zille war kaum gemeistert, da traf man sich bereits zum „blatteln“ und ließ dabei flache Steine übers Wasser springen. Das hervorragende Mittagessen in der Klosterschänke gab allen die nötige Kraft, um am Nachmittag in der Donau zu schwimmen und sich in der Strömung treiben zu lassen. Die Fahrt durch das Biosphärenreservat Donaudurchbruch absolvierten die Teilnehmer mit dem Fahrgastschiff „Kelheim“. Die Historie der Stadt Kelheim, die Befreiungshalle und die prähistorischen Fundstellen waren ebenso ergiebige Informationsquellen wie der Wald, die Donau und die Geschichte des Klosters Weltenburg.

Am zweiten Programmtag besuchte man den Tierpark Hellabrunn in München. Trotz der corona-bedingten Einschränkungen gab es viel Wissenswertes über die Tierwelt zu erfahren. So mancher Teilnehmer hat dabei erstmals in seinem Leben einen Löwen, Pinguin oder Gorilla aus nächster Nähe erleben können. Großes Interesse fanden auch die wertvollen Hinweise zur heimischen Biodiversität mit den Informationen zu Reptilien, Insekten und Pflanzen. Natürlich endete auch dieser sommerliche Tag mit einer Portion Eis.

Für den dritten Ausflug stand eine Radltour auf dem Programm. Nach Inspektion der Fahrräder startete die Gruppe am Feuerwehrhaus Keilberg in Richtung Silberweiher. An vier Stationen gab es viel Neues zu erfahren. Wer weiß schon, dass der BR-Sendeturm 165 Meter hoch ist, über 60 Rundfunkprogramme abstrahlt und den Namen „Prof. Anton Kathreiner Turm“ trägt? Weiter ging es zum Wasserspeicher, wo Informationen zur Wasserversorgung der Stadt Regensburg vermittelt wurden. An der sogenannten Kiesgrube standen Insekten, Vögel und Pflanzen im Mittelpunkt der Exkursion. Zur Erkennung der Pflanzen und Vogelstimmen kamen auch Apps zum Einsatz. Ein Marterl für einen verstobenen Waldarbeiter gab die Gelegenheit den Teilnehmern die Erinnerungskultur und das Brauchtum von Marterln zu vermitteln. Nach einer Rast am Silberweiher hieß es Wegmarkierungen zu erkennen, zuzuordnen und sich zu orientieren. Schließlich führte die Radltour, die insgesamt circa 18 Kilometer umfasste, zum Wasserspielplatz in Gonnersorf. Sofort stürzten sich die Kinder in den Wenzenbach und entdeckten vielerlei Getier und lernten interessantes zur Hydrodynamik. Zum Abschluss des Tages wurden an einer Feuerstelle Bratwürstl gebraten.

Unter Leitung von Richard Großer trafen sich am vierten Tag viele Musikanten zu gemeinsamen Proben. Der Vormittag gehörte den Bläsern. Es war ein Erlebnis zu sehen, wie sich die jungen Musikanten unter die Mitglieder der Trachtenkapelle Regensburg „Stamm“ mischten und ihr Bestes gaben, um bei Märschen, Walzern und einem Choral mitzuhalten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gehörte der Nachmittag den jungen Saitenmusikern. Mit Hackbrett, Klagbrett und Veeh-Harfe übten sie eifrig neue Stücke ein. Nach der langen Corona-Pause war es ein wichtiger Tag für unsere Musikanten. Vorstand Erich Tahedl dankte allen Verantwortlichen und Helfern für die Organisation und den Kindern und Jugendlichen für ihre Teilnahme am Ferienprogramm. Insgesamt zeigte er sich auch sehr zufrieden, wie der Verein die Corona-Krise gemeistert hat. Dank des intensiven Kontaktes zu Eltern und Kindern ist es der Jugendleitung sogar gelungen, neue Mitglieder für die Jugendgruppe zu gewinnen.


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